Lotte Goslar: Vom NS-Terror zur Pionierin der *Tragischen Clowns* in Amerika

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Mehrere Frauen in ähnlichen Kleidern tanzen auf einer Bühne mit einem schwarzen Stoffhintergrund.

Lotte Goslar: Vom NS-Terror zur Pionierin der *Tragischen Clowns* in Amerika

Lotte Goslar – vom NS-Terror zur Pionierin des Tanztheaters

Lotte Goslar, 1912 als Jüdin in Berlin geboren, überwand unvorstellbare Härten und wurde in Amerika zu einer Wegbereiterin des Tanztheaters. Ihr Weg begann mit dem Traum, auf der Bühne zu stehen – doch Verfolgung durch die Nationalsozialisten und die Schrecken des Krieges zwangen sie zur Flucht aus Europa. Heute gilt sie als Schöpferin der Tragischen Clowns, einer bahnbrechenden Verbindung von Pantomime und Tanz.

Schon früh träumte Goslar – damals noch unter ihrem Geburtsnamen Carola – von einer Karriere als Tänzerin. 1935 verließ sie Deutschland in Richtung Paris, auf der Suche nach künstlerischen Chancen. Doch das Leben dort gestaltete sich schwierig: Arbeit war rar, das Geld knapp, und der Antisemitismus nahm immer bedrohlichere Züge an.

1940 wurde sie im Internierungslager Gurs im Süden Frankreichs inhaftiert. Mit eisernem Willen überstand sie die entwürdigenden Bedingungen. Ein Jahr später gelang ihr die Flucht aus dem Lager, gefolgt von einer entbehrungsreichen Überfahrt in die USA. In ihrer neuen Heimat fand Goslar zu einer künstlerischen Neuorientierung. Sie entwickelte die Tragischen Clowns – eine einzigartige Form des Tanztheaters, die Tragik und Komik vereinte. Was zunächst als Soloauftritt begann, wuchs später zu einem Ensemblestück heran. Diese Kreation wurde zu ihrem bleibenden Vermächtnis.

Goslars Geschichte ist eine von Widerstandskraft und Neuerfindung. Nach der Flucht vor den Nazis und der Überwindung der Lagerhaft verwandelte sie ihr Leid in Kunst. Die Tragischen Clowns bleiben ihr gefeierter Beitrag zur modernen Tanzgeschichte.