Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

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Eine B√ľhne mit Lichtern, einem Bildschirm und Musikern, die Instrumente spielen, mit einem Banner oben, einer Menge unten und Fahnen mit Stangen und Ballons drumherum.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Mainz verliert innerhalb weniger Monate mehrere prägende Persönlichkeiten

In den vergangenen Monaten hat Mainz mehrere bedeutende Persönlichkeiten verloren. Ihr Tod markiert das Ende von Karrieren, die das kulturelle, politische und sportliche Leben der Stadt über Jahrzehnte geprägt haben. Jede und jeder von ihnen hinterlässt eine bleibende Spur in ihrem jeweiligen Bereich.

In der Politik starb Bernhard Vogel, eine Schlüsselfigur der deutschen Führungselite, im Alter von 92 Jahren. Zwölf Jahre lang amtierte er als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, bevor er von 1992 bis 2003 Thüringen regierte. Auch Herbert Mertin, ehemaliger Justizminister des Landes und FDP-Mitglied, verstarb mit 66 Jahren. Er hatte das Amt in zwei getrennten Amtszeiten inne, zuletzt von 2016 bis 2022.

Die Kunst- und Karnevalsszene erlitt schwere Verluste. Elisabeth Klöver, langjährige Leiterin des MCV-Hofballetts, starb mit 85 Jahren. Jahrzehntelang prägte sie die Mainzer Karnevalstraditionen maßgeblich. Dieter Wenger, der leitende Wagenbauer des Mainzer Karnevalsvereins, verstarb mit 84 Jahren. Seine aufwendigen Kreationen bestimmten über 60 Jahre lang den Rosenmontagszug. Ebenfalls verstorben ist Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete. Ihr Engagement sicherte dem Kulturort über Jahre den Bestand.

Im Sport trauert man um Holger Bernhardt, den ehemaligen Torwart des 1. FSV Mainz 05, der bei einem Verkehrsunfall mit nur 52 Jahren ums Leben kam. 1996 zum Verein gestoßen, bestritt er acht Spiele in der zweiten Liga. Zudem verstarb Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt, nach 25 Jahren im Amt. Von 1993 bis 2018 setzte sie sich unermüdlich für Barrierefreiheit und Inklusion ein.

Die Medizin verliert mit Dr. Thomas Flohr einen engagierten Onkologen der Hämatologisch-Onkologischen Gemeinschaftspraxis, der mit 57 Jahren starb. Seine Behandlungen gaben vielen Krebspatienten Hoffnung. Der erfahrene ZDF-Nachrichtenjournalist Ekkehardt Gahntz verstarb mit 79 Jahren. Über 25 Jahre prägte er die Nachrichtensendungen des Senders. Zudem starb Ulf Glasenhardt, Kulturveranstalter bei Schon Schön, unerwartet – er war erst 2022 zum Team gestoßen.

Ihre Wirkungsbereiche reichten von der Politik über die Medizin bis hin zu Sport und Kultur. Die Stadt blickt nun auf ihr Erbe zurück, das Mainz nachhaltig geprägt hat. In den kommenden Wochen sind Gedenkveranstaltungen und Würdigungen zu erwarten.