18 June 2026, 10:11

Mainzer Kunsthalle kämpft um ihre Zukunft nach Auslauf der Förderung 2026

Zukunft der Kunsthalle Mainz bleibt unklar - Kulturdezernentin Delbasteh: Runde Tisch zur Finanzierung

Mainzer Kunsthalle kämpft um ihre Zukunft nach Auslauf der Förderung 2026

Die Mainzer Kunsthalle – ein kulturelles Wahrzeichen im Zollhafen – steht vor einer ungewissen Zukunft. Ursprünglich gegründet, um Kunst in das neu entwickelte Wohnviertel zu bringen, hat sie sich seither zu einer festen Größe entwickelt und pflegt enge Verbindungen zu Schulen, Hochschulen und sozialen Einrichtungen in der gesamten Region.

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Der Zollhafen war einst ein Industriehafen, bis er 2013 geschlossen wurde. Das erste umgenutzte Gebäude im Viertel war das alte Heizkraftwerk an der Rheinallee, das 2006 zur Mainzer Kunsthalle wurde. Die Mainzer Stadtwerke gründeten den Ausstellungsort, um Kultur im aufstrebenden Stadtteil zu verankern und den Verkauf hochwertiger Wohnungen zu fördern. Ihr markanter, um sieben Grad geneigter Turm ist längst zu einem lokalen Markenzeichen geworden.

Über die Jahre hinweg hat die Kunsthalle bedeutende Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sich einen Namen für mutige Kuratorenschaft und interdisziplinäre Offenheit gemacht. Die Finanzierung jedoch erfolgte zunächst ausschließlich durch die Mainzer Stadtwerke – und diese Unterstützung läuft Ende 2026 aus. Mitte 2024 verließ die langjährige Leiterin Stefanie Böttcher die Institution, um nach Kiel zu wechseln; ihre Stelle ist bis heute unbesetzt. Die Linke drängt die Stadt seitdem auf einen Plan, um den Fortbestand der Einrichtung zu sichern. Kulturdezernentin Ata Delbasteh (SPD) zeigt sich vorsichtig optimistisch.

Die Kunsthalle ist längst ein fester Bestandteil des kulturellen und sozialen Gefüges – mit tiefen Wurzeln in Bildung und Gemeinschaftsarbeit. Ihre Zukunft hängt nun davon ab, wie die Stadt die offenen Fragen zu Finanzierung und Führung klärt, bevor die aktuelle Förderung ausläuft.

Quelle