05 June 2026, 15:59

Mann ketten sich in Zwangsjacke vor Magdeburger Dom an – Protest gegen AfD und Bundesintervention

Rotkäppchen in der Zwangsjacke

Mann ketten sich in Zwangsjacke vor Magdeburger Dom an – Protest gegen AfD und Bundesintervention

Ein 43-jähriger Mann hat sich vor dem Magdeburger Dom auf ungewöhnliche Weise angekettet, um zu protestieren. Maik Sawatzke demonstriert damit gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt, falls die rechtsextreme AfD die anstehenden Landtagswahlen gewinnt. Zu seinem Protest gehört es, einen Zwangsjacke zu tragen, während ihn seine Partnerin Uta mit Schokolade und Sekt füttert.

Sawatzkes Aktion richtet sich gegen das, was er als Machtmissbrauch von Berliner Politikern empfindet. Er bezeichnet sie als Kriminelle und behauptet, selbst Opfer von Straftaten geworden zu sein – unter anderem sei er in seinem Homeoffice bestohlen worden. Sein Protest fällt in eine Zeit, in der die Bundesregierung über ein Eingreifen nachdenkt, sollte ein Wahlsieg der AfD den Rechtsstaat im Land gefährden.

Sawatzke ist kein Unbekannter in der Öffentlichkeit. Als professioneller Quizkandidat hat er bereits verschiedene Preise gewonnen – von Toastern bis hin zu Bügeleisen – und war einst bei Wer wird Millionär? mit Günther Jauch zu Gast, scheiterte jedoch an der 5.000-Euro-Frage. Gelegentlich arbeitet er auch als bezahlter Demonstrant, oft für die AfD.

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Seine Forderungen für Sachsen-Anhalt umfassen mehr Freiheiten, darunter die Legalisierung von FKK-Sonnenbaden und ein Ende von Zwangsehen. Obwohl Sawatzke und Uta denselben Nachnamen tragen, sind sie nicht verheiratet – würden es aber in Erwägung ziehen, falls die AfD an die Macht kommt.

Der Protest unterstreicht die angespannte Stimmung vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt. Sawatzkes Aktionen lenken die Aufmerksamkeit auf die Befürchtungen vor einer Bundesintervention und dem möglichen Einfluss der AfD. Vorerst setzt er seine Demonstration mit einer Mischung aus theatralischen Gesten und politischen Forderungen fort.

Quelle