19 June 2026, 14:14

Marzahn Pride 2024: Ein Fest der Widerstandskraft trotz rechtsextremer Drohungen

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride 2024: Ein Fest der Widerstandskraft trotz rechtsextremer Drohungen

Der Marzahn Pride-Umzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Die Eröffnungsreden halten Vanessa Krah und Gordon Lemm. Die diesjährige Veranstaltung steht im Schatten einer wachsenden Bedrohungslage für queere Versammlungen in Deutschland.

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2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Events in Deutschland von Angriffen, Störungen oder Einschüchterungsversuchen durch rechtsextreme Gruppen betroffen. Im Vorjahr war der Marzahn Pride selbst Ziel von Drohungen der neonazistischen Organisation Deutsche Jugend Voran. Zwar gibt es bisher keine bestätigten rechtsextremen Mobilisierungen gegen den diesjährigen Umzug, doch warnt Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, vor falscher Sicherheit.

Marzahn, ein Stadtteil mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, verzeichnet eine zunehmende Feindseligkeit gegenüber marginalisierten Gruppen. In der Vergangenheit gab es rechtsextreme Aufkleber und Propaganda entlang der Umzugsroute. Die Meldestelle für diskriminierende Vorfälle dokumentiert zudem vermehrt körperliche Angriffe und extremistisches Material in der Gegend.

Der Veranstalter Quarteera e.V. setzt sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Nach dem Umzug beginnt um 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.

Der Umzug und das Fest sollen queere Communities in Marzahn feiern und stärken. Angesichts der vergangenen Drohungen und anhaltenden Spannungen bleiben die Organisator:innen wachsam. Die Veranstaltung steht für Widerstandsfähigkeit – und die Notwendigkeit, sich weiterhin gegen rechtsextreme Feindseligkeit zu behaupten.

Quelle