Medienanwalt Schertz wirft ARD-Talkshow Caren Miosga einseitige Berichterstattung vor
Paul MeyerMedienanwalt Schertz wirft ARD-Talkshow Caren Miosga einseitige Berichterstattung vor
Medienanwalt Christian Schertz wirft NDR und der ARD-Talkshow Caren Miosga Vorwürfe der Voreingenommenheit in der Berichterstattung über den Fall Collien Fernandes–Christian Ulmen vor. Die Sendung hatte kürzlich Fernandes sowie Bildungsministerin Stefanie Hubig zu Gast – was Schertz wegen der einseitigen Auswahl der Gesprächsgäste kritisiert.
Die Redaktion der Sendung weist die Vorwürfe zurück. Man betont, das Thema habe hohe öffentliche Relevanz, und versichert, man habe nach den Maßstäben verantwortungsvoller investigativer Journalismus gearbeitet.
Schertz behauptet, er habe sich selbst als Diskussionsteilnehmer angeboten, sei jedoch abgelehnt worden. Zudem widerspricht er Medienberichten, die Ulmen mit Deepfake-Videos in Verbindung bringen, und kündigt rechtliche Schritte gegen den Spiegel an, dem er falsche Berichterstattung vorwirft.
Das Team von Caren Miosga hält dagegen und betont, Ulmen werde fair behandelt. Seine Unschuldsvermutung bleibe gewahrt, während die Staatsanwaltschaft Itzehoe die Vorwürfe von Fernandes weiter prüft.
Schertz stellt zudem die Darstellung des Spiegels zu einem Vorfall auf Mallorca infrage. Laut Polizeiakten habe es "Fehlverhalten auf beiden Seiten" gegeben – ein Widerspruch zu früheren Medienberichten. Das Verfahren in diesem Fall wurde inzwischen eingestellt.
Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen juristischen Vertretern und der Medienberichterstattung über den Fall. Während die Ermittler Fernandes' Vorwürfe noch prüfen, bereitet Schertz Klagen gegen Medien vor, denen er vorwirft, falsch berichtet zu haben. Die Talkshow-Redaktion steht weiterhin hinter ihrer Herangehensweise an die Geschichte.






