06 April 2026, 20:16

Merz' Rückführungsplan für Syrer gefährdet deutsche Krankenhäuser

Deutsche Kriegsgefangene aus Messines vor einem Gebäude mit einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, Text unten.

Merz' Rückführungsplan für Syrer gefährdet deutsche Krankenhäuser

Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen Plan vorgelegt, nach dem rund 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren in ihre Heimat zurückkehren sollen. Der Vorschlag stößt bei Führungskräften im Gesundheitswesen auf Besorgnis, da sie auf syrische Fachkräfte in Krankenhäusern im ganzen Land angewiesen sind.

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Syrische Ärztinnen und Ärzte stellen mit 5.745 Beschäftigten in Krankenhäusern bis Ende 2024 die größte Gruppe ausländischer Mediziner in Deutschland. Darüber hinaus arbeiten über 2.000 syrische Pflegekräfte in deutschen Pflegeberufen. Ihr Einsatz ist mittlerweile unverzichtbar, um die Personalstärke aufrechtzuerhalten.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Merz' Plan scharf kritisiert und warnt vor gravierenden Folgen für die Patientenversorgung. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende des DKG-Vorstands, betonte, dass der Verlust dieser qualifizierten Fachkräfte spürbare Lücken in der Gesundheitsversorgung hinterlassen werde.

Die geplante Rückführung syrischer Fachkräfte könnte die Krankenhäuser in einer Zeit personell unterversorgen, in der die medizinischen Dienste ohnehin schon an ihre Grenzen stoßen. Mit Tausenden Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften, die das Land möglicherweise verlassen, wären die Auswirkungen auf das deutsche Gesundheitssystem direkt und messbar.

Quelle