Merz und Hagel kämpfen gemeinsam um die Landtagswahl in Baden-Württemberg

Jakob Braun
Jakob Braun
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Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und einem Text, der Stadtinformationen bereitstellt.Jakob Braun

Merz-Kampagne in Baden-Württemberg für mehr Selbstbewusstsein - Merz und Hagel kämpfen gemeinsam um die Landtagswahl in Baden-Württemberg

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich hinter den CDU-Kandidaten Manuel Hagel für die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg gestellt. Gemeinsam machten die beiden vor der Wahl am 8. März in Heddesheim bei Mannheim Wahlkampf. Hagel strebt an, den zurücktretenden Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann abzulösen.

Bei der Veranstaltung skizzierte Hagel seine Bildungspolitik und kündigte ein verpflichtendes, kostenloses letztes Kindergartenjahr für alle Kinder an. Zudem setzte er sich für verbindliche Schulempfehlungen für Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen ein – nicht nur für Schulen des akademischen Zweigs. Sein Slogan 'Erst Deutsch, dann Klasse 1' unterstrich den Fokus auf Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Später kritisierte Hagel vor rund 1.300 Unterstützern in Bad Rappenau eine Politik, die lauten Minderheiten nachgebe. Stattdessen versprach er, für 'die fleißigen Menschen in der Mitte der Gesellschaft' zu regieren. Merz nutzte die Bühne unterdessen, um ein selbstbewussteres Europa zu fordern. Er warnte vor 'unnötiger Selbstbeschneidung' und mahnte, der Kontinent solle eigene Interessen verfolgen, statt sich auf die USA zu verlassen. Zudem betonte Merz, Deutschland müsse die Produktivität steigern, um seine Industrie zu schützen. 'Wir müssen mehr und länger arbeiten', sagte er vor den Zuhörern.

Die Wahlkampfauftritte in Heddesheim und Bad Rappenau markierten Merz’ Rückkehr in den Südwesten, um Hagels Kandidatur zu stärken. Mit Kretschmanns Rückzug hofft die CDU, dass Hagels Bildungs- und Wirtschaftspolitik die Wähler überzeugt. Die Wahl am 8. März wird entscheiden, ob die Partei nach 14 Jahren unter grüner Führung das Amt des Ministerpräsidenten zurückerobert.