Metropolitano-Stadion in Madrid: Lärmbelastung führt zu Rekordstrafen und Ermittlungen
Paul MeyerMetropolitano-Stadion in Madrid: Lärmbelastung führt zu Rekordstrafen und Ermittlungen
Madrids Metropolitano-Stadion stand 2025 wegen Lärmbelastung in der Kritik
Die Municipal Police führte im Jahr 2025 insgesamt 29 Kontrollen im Metropolitano-Stadion durch. Zwar hielten sich die meisten Veranstaltungen an die Vorschriften, doch wurden auch mehrere Verstöße dokumentiert. Anwohner in der Nähe der Spielstätte klagen seit Langem über anhaltende Belästigungen durch Großveranstaltungen.
Bei 14 der 29 Überprüfungen gab es keine Beanstandungen hinsichtlich der Lärmgrenzen. Allerdings überschritten vier Veranstaltungen die zulässigen Schallpegel, was zu Strafen führte.
Besonders schwerwiegend war der Fall des AC/DC-Konzerts: Hier wurden nachts Schallwerte gemessen, die fünf bis zehn Dezibel über den genehmigten Grenzwerten lagen. Dieser Verstoß wurde als „sehr schwerwiegend“ eingestuft und mit einer Strafe von 80.800,80 Euro geahndet. Auch das Konzert von Imagine Dragons zog ein Bußgeld von 500 Euro nach sich, da der Lärmpegel nachts um vier Dezibel zu hoch war. Das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier musste hingegen 180 Euro Strafe zahlen, nachdem tagsüber eine Überschreitung um vier Dezibel festgestellt worden war.
Als Reaktion auf die Vorfälle hat der Madrider Stadtrat Maßnahmen ergriffen, um die Lärmbelastung zu verringern. So wurden 408 schallabsorbierende Paneele installiert und strengere Kontrollen für Beschallungsanlagen eingeführt. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Madrid wegen der Lärmproblematik im Stadion. Die meisten Konzerte müssen zwar spätestens um Mitternacht enden, doch gibt es Ausnahmen.
Die verhängten Strafen und laufenden Ermittlungen verdeutlichen die Herausforderungen, große Veranstaltungen mit den Interessen der Anwohner in Einklang zu bringen. Die Maßnahmen des Stadtrats zielen darauf ab, Lärmbeschwerden zu reduzieren, ohne die Durchführung von Events einzuschränken. Dennoch leiden die Anwohner weiterhin unter anhaltenden Störungen durch Verkehr und übermäßigen Lärm.






