Militärische Liegenschaftsumwandlung ausgesetzt: Schwetzingen und Ellwangen stehen vor urbanistischer Unsicherheit
Städte machen sich Sorgen um ihre Pläne für militärische Gebiete - Militärische Liegenschaftsumwandlung ausgesetzt: Schwetzingen und Ellwangen stehen vor urbanistischer Unsicherheit
Schwetzingen und Ellwangen vor ungewisser städtischer Zukunft nach Stopp der Konversionsplänen des Verteidigungsministeriums Die Städte Schwetzingen und Ellwangen stehen vor unsicheren Zeiten in ihrer Stadtplanung, nachdem das Bundesverteidigungsministerium die Umwandlung militärischer Liegenschaften in zivile Nutzflächen vorläufig ausgesetzt hat. Betroffen sind mehrere Standorte, darunter eine ehemalige Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtlinge in Schwetzingen sowie ehemalige Kasernengebäude in Ellwangen. In Schwetzingen ruhen die Pläne für ein Wohngebiet mit Platz für bis zu 1.800 Menschen auf dem Gelände der früheren Flüchtlingsunterkunft. Die Fläche sollte nach Schließung des Zentrums einer zivilen Nachnutzung zugeführt werden. In Ellwangen hingegen dienen sieben ehemalige Kasernengebäude noch bis Jahresende als provisorische Unterkunft für Geflüchtlinge. Für Mittwoch ist ein Gespräch mit dem Verteidigungsministerium angesetzt, um über die Zukunft des Standorts in Ellwangen zu beraten. Der aktuelle Betreiber der Schwetzinger Liegenschaft, der Rhein-Neckar-Kreis, hatte nach dem Stopp der Konversionspläne eine künftige militärische Nutzung ins Auge gefasst. Nun soll die Bundeswehr die Kontrolle über das Gelände zurückerhalten. Die Umwidmung ehemaliger Militärstandorte für zivile Zwecke hatte in den frühen 1990er-Jahren begonnen und war nach Aussetzung der Wehrpflicht in den 2010er-Jahren wiederaufgenommen worden. Doch das Verteidigungsministerium hat diese Pläne nun vorläufig gestoppt – mit Auswirkungen auf 187 Liegenschaften im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Darunter befindet sich auch ein noch von der Bundeswehr genutzter Standort: die Bleidorn-Kaserne in Ulm, deren Übergabe bis Jahresende vorgesehen ist. Mehr als 20 ehemalige Militärstandorte befinden sich nun in der Schwebe und beeinflussen die Planungen in Städten wie Schwetzingen und Ellwangen. Die Aussetzung der Konversionsvorhaben wirft für mehrere Kommunen, darunter Schwetzingen und Ellwangen, Fragen zur künftigen Stadtentwicklung auf. In dem anstehenden Gespräch mit dem Verteidigungsministerium soll es vor allem um die Folgen für den Standort Ellwangen gehen. Die Bundeswehr steht bereit, die Schwetzinger Kaserne wieder zu übernehmen – vorbehaltlich weiterer Abstimmungen.
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