27 April 2026, 10:19

Minijobs: Immer weniger schaffen den Sprung in reguläre Arbeitsverhältnisse

Liniengraphik, die die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Minijobs: Immer weniger schaffen den Sprung in reguläre Arbeitsverhältnisse

Immer weniger Beschäftigte in sogenannten Minijobs steigen in reguläre Arbeitsverhältnisse auf. Die Zahlen sind seit 2017 deutlich gesunken – bis September 2022 wurden nur noch 50.831 solche Übergänge verzeichnet. Politiker und Behörden diskutieren nun über die Gründe für diesen Rückgang.

Noch 2017 hatten über 102.084 Minijobber den Schritt in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geschafft. Auch die Übergangsquote lag höher: Damals fanden 27,1 Prozent der Bezieher von ergänzenden Sozialleistungen eine reguläre Anstellung. Bis September 2022 sank dieser Anteil auf nur noch 18,6 Prozent.

Die Bundesagentur für Arbeit führte schwache Arbeitsmarktbedingungen als Hauptgrund an. Für das gesamte Jahr 2022 prognostizierte sie rund 67.775 Übergänge – deutlich weniger als in den Vorjahren.

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Kritik kam von Abgeordneten: Hülya Düber (CSU), Bundestagsabgeordnete, monierte, das System biete zu wenig Anreize, um Beschäftigte zum Wechsel zu motivieren. Jan Feser von der AfD warf der Agentur dagegen vor, die Arbeitslosigkeit nicht wirksam zu bekämpfen.

Der Rückgang der Übergänge von Minijobs in reguläre Beschäftigung spiegelt tiefgreifendere Probleme auf dem Arbeitsmarkt wider. Da immer weniger Beschäftigte den Schritt wagen, wachsen die Forderungen nach Reformen und besseren Anreizen. Die Prognosen der Bundesagentur für Arbeit deuten darauf hin, dass sich der Trend fortsetzt – sofern sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern.

Quelle