München testet revolutionäres Buchungssystem für E-Lkw-Ladestationen erfolgreich
Maximilian BrandtMünchen testet revolutionäres Buchungssystem für E-Lkw-Ladestationen erfolgreich
Neues digitales System zur Reservierung von Ladeplätzen für E-Lkw in München erfolgreich getestet
Ein neu entwickeltes digitales Buchungssystem für Ladezeiten von Elektro-Lkw wurde in München erfolgreich erprobt. Das von EntrepreneurTUM und führenden Branchenpartnern initiierte Projekt zielt darauf ab, das Laden von schweren Elektro-Nutzfahrzeugen effizienter zu gestalten. Die Ergebnisse wurden diesen Monat im Verkehrszentrum des Deutschen Museums präsentiert.
Die unter dem Namen Truck Charging laufende Initiative vereint namhafte Akteure wie MAN Truck & Bus, E.ON Group Innovation und das Logistikunternehmen Metzger Spedition. Innerhalb von sechs Monaten entstand im Rahmen des Co-Innovations-Ansatzes von EntrepreneurTUM ein funktionsfähiger Prototyp. Kern des Systems ist die Verknüpfung des digitalen Buchungstools des Start-ups FRYTE mit der Truck Reservation Platform von E.ON.
Das Projekt adressiert typische Herausforderungen im E-Lkw-Betrieb, etwa manuelle Planungsprozesse, unklare Verfügbarkeiten und unerwartete Ausfallzeiten. Durch die Integration von Routenplanung, Ladezeitenmanagement und verbindlichen Reservierungen ermöglicht es einen zuverlässigen Zugang zu öffentlichen sowie betriebsinternen Ladestationen. Ein Live-Pilot im Februar 2026 bestätigte die Praxistauglichkeit des Systems unter realen Bedingungen.
Maximilian Ritz, der Projektleiter, betonte die Bedeutung interoperabler Reservierungssysteme für die Skalierung der Elektromobilität im Schwerlastverkehr. Solche Lösungen seien entscheidend, um die bestehende Ladeinfrastruktur optimal zu nutzen und den Umstieg auf elektrische Antriebe in der Logistik zu beschleunigen.
Das vorgestellte System bietet einen klaren Ablauf für die Buchung von Ladevorgängen an mehreren Standorten – als erstes seiner Art in Deutschland eine praktikable Antwort auf die Frage nach effizienter und planbarer Ladeinfrastruktur. Die nächsten Schritte hängen von der breiten Übernahme durch Logistik- und Energieunternehmen ab.






