Neue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg-Bavendorf startet 2026 als Christoph Oberschwaben
Paul MeyerNeue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg-Bavendorf startet 2026 als Christoph Oberschwaben
Neue Luftrettungsstation in Ravensburg-Bavendorf soll Notfallversorgung in Oberschwaben verbessern
In Ravensburg-Bavendorf entsteht bald eine neue Luftrettungsstation, die die Notfallversorgung in ganz Oberschwaben beschleunigen wird. Die Verlegung folgt einer zentralen Empfehlung aus der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg von 2020. Der bisher als Christoph 45 bekannte Rettungshubschrauber erhält den neuen Namen Christoph Oberschwaben, um seine regionale Ausrichtung widerzuspiegeln.
Ziel des Umzugs ist es, die Einsatzzeiten für Patientinnen und Patienten in abgelegenen Gebieten zu verkürzen. Aktuell können einige Orte tagsüber nicht innerhalb von 20 Minuten per Hubschrauber erreicht werden. Sobald die neue Station in Betrieb geht, wird sie diese Lücken schließen und täglich von Sonnenaufgang bis 20:00 Uhr im Einsatz sein.
An der Standortwahl waren lokale Behörden beteiligt: Der Landkreis Ravensburg und die Stadt Ravensburg brachten sich in den Entscheidungsprozess ein. Der Vertrag für die Ravensburg-Bavendorfer Station soll in der ersten Jahreshälfte 2026 vergeben werden – parallel zu zwei weiteren laufenden Ausschreibungen in Friedrichshafen und Sigmaringen.
Die Vergabe ist Teil eines umfassenderen Plans: Baden-Württemberg plant, für zehn Luftrettungsstationen neue Verträge zu vergeben; weitere Verfahren sind in Vorbereitung.
Die neue Station wird die Notfallversorgung in Oberschwaben deutlich verbessern, indem sie die Anfahrtszeiten für schwerverletzte oder kritisch kranke Patienten verkürzt. Unter dem Rufzeichen Christoph Oberschwaben soll der Hubschrauber ab 2026 starten, sobald das Vergabeverfahren abgeschlossen ist. Der Schritt steht im Einklang mit der langfristigen Strategie des Landes, die Luftrettung zu modernisieren.