Niederrhein-Industrie startet 2026 mit dramatischen Umsatzeinbrüchen ins neue Jahr
Maximilian BrandtNiederrhein-Industrie startet 2026 mit dramatischen Umsatzeinbrüchen ins neue Jahr
Industrieunternehmen am Niederrhein starten mit schweren Rückschlägen ins Jahr 2026
Die Industrie im zentralen Niederrhein-Gebiet erlebte einen harten Jahresbeginn 2026. Im ersten Quartal brachen die Umsätze stark ein – und zwar deutlich stärker als im Landesdurchschnitt. Während mehrere Schlüsselbranchen zweistellige Verluste verzeichneten, konnte nur ein Bereich ein leichtes Wachstum verbuchen.
Die Industrieumsätze der Region sanken um 9,9 Prozent, ein weitaus steilerer Rückgang als der gesamtnordrhein-westfälische Durchschnitt von 3,1 Prozent. Auch die Inlandsumsätze schwächten sich ab: Sie schrumpften im gesamten Gebiet um 8,4 Prozent, in Viersen sogar um 8,5 Prozent.
Besonders hart traf es die Exportwirtschaft, deren Umsätze um 11,0 Prozent einbrachen. Die chemische Industrie verlor 17,0 Prozent, der Maschinenbau stürzte gar um 20,8 Prozent ab. Auch die Lebensmittel- und Getränkehersteller hatten mit Rückgängen zu kämpfen – hier sanken die Umsätze um 11,9 Prozent.
Einziger Lichtblick war die Metallherstellung und -verarbeitung, die mit einem bescheidenen Plus von 1 Prozent gegen den Trend wuchs. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, forderte daraufhin die Bundesregierung auf, die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken. Er unterstützte neue Vorhaben, darunter die Hightech-Agenda des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die darauf abzielt, die industrielle Basis zu festigen.
Das erste Quartal 2026 stellte die Industrie am Niederrhein vor erhebliche Herausforderungen. Da die meisten Branchen deutliche Einbußen meldeten, blieb die wirtschaftliche Leistung der Region hinter dem Landesdurchschnitt zurück. Maßnahmen zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation könnten nun eine Schlüsselrolle für die Erholung spielen.






