Niedersachsen erreicht historischen Tiefstand bei CO₂-Emissionen durch Erneuerbare
Jakob BraunNiedersachsen erreicht historischen Tiefstand bei CO₂-Emissionen durch Erneuerbare
Niedersachsen senkt energiebedingte CO₂-Emissionen auf neuen Tiefstand
Niedersachsen hat seine energiebedingten CO₂-Emissionen 2023 auf ein neues Rekordtief von 51,6 Millionen Tonnen gedrückt. Das entspricht einem Rückgang von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einer Reduktion um 32,9 Prozent seit 1990. Das Land treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran, um seine ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen.
Bei den erneuerbaren Energien verzeichnet das Bundesland deutliche Fortschritte: Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen und der Ausbau der Photovoltaik-Kapazität auf rund 10,5 Gigawatt haben maßgeblich zur Emissionsminderung beigetragen. Das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG soll nach vollständiger Inbetriebnahme jährlich etwa 7,6 Millionen Tonnen CO₂ einsparen.
Niedersachsen strebt an, bis 2025 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken. Allerdings spiegeln sich die aktuellen Erfolge noch nicht im jüngsten Jahresbericht des Landesrechnungshofs wider, der am Mittwoch veröffentlicht wurde – die Daten reichen dort nur bis 2022. Der Bericht mahnt dennoch stärkere Anstrengungen im Klimaschutz an.
Umweltminister Christian Meyer warnte vor möglichen Bundespolitik-Entscheidungen, die den Fortschritt bremsen könnten. Geplante Änderungen bei der Wärmeplanung und im Gebäudeenergiegesetz sowie eine mögliche „Redispatch-Reserve“-Regelung bergen seiner Ansicht nach Risiken. Meyer kritisierte, dass dadurch Klimaschutzinvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährdet sein könnten.
Trotz der deutlichen Erfolge bei der Emissionsreduktion und dem Ausbau der Erneuerbaren bleiben Bundesvorgaben eine Herausforderung für die Klimaziele des Landes. Die aktuellen Zahlen zeigen zwar Fortschritte, doch betonen Verantwortliche die Notwendigkeit kontinuierlicher Unterstützung und stabiler Rahmenbedingungen.






