Nobelpreisträger kämpfen für Latein als unverzichtbares Schulfach

Maximilian Brandt
Maximilian Brandt
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Ein Bild mit dem Titel "Tanz an der Oper" von Jean Beraud, das eine Gruppe von Tänzerinnen in weißen Tutus und Hüten auf einer Bühne zeigt, die von Scheinwerfern beleuchtet wird und von einem Rahmen umgeben ist.Maximilian Brandt

Nobelpreisträger kämpfen für Latein als unverzichtbares Schulfach

Eine viel beachtete Petition zur Bewahrung des Lateinunterrichts erhält Unterstützung von drei Nobelpreisträgern und 88 führenden Intellektuellen. Die unter dem Motto "Latein ist kein Luxus – es ist Bildung" geführte Kampagne fordert, dem Fach weiterhin einen festen Platz an Schulen einzuräumen. Unterdessen feierte in Hamburg die mutige neue Oper "Monsters Paradise" von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek Weltpremiere.

Die Uraufführung von "Monsters Paradise" fand im Hamburger Opernhaus statt, inszeniert von Tobias Kratzer mit Bühnenbildern von Rainer Sellmaier. In der Hauptrolle glänzte Georg Nigl, während Elisabeth Leonskaja Schuberts "Fantasie in f-Moll" als Teil des Abends interpretierte. Das Staatsorchester, unter der Leitung von Titus Engel, meisterte Neuwirths komplexe Partitur mit Präzision und erfüllte damit die hohen Erwartungen der Komponistin.

Die als "operngrotesk" beschriebene Produktion war ein Auftragswerk des hauseigenen Intendanten, der auch die Premiere begleitete. Neuwirths Musik und Jelineks Libretto bildeten das Herzstück des Stücks, das bereits als Triumph gefeiert wird.

Parallel dazu sorgt die Petition "Latein ist kein Luxus – es ist Bildung" für breite Aufmerksamkeit. Unter den 88 Unterzeichnern befinden sich die Nobelpreisträger Elfriede Jelinek (Literatur), Peter Handke (Literatur) und Anton Zeilinger (Physik). Weitere prominente Unterstützer sind der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer, Altkanzler Franz Vranitzky, der Rektor der MedUni Wien, Markus Müller, sowie der Genetiker Markus Hengstschläger. Auch die Autoren Robert Menasse und Michael Köhlmeier haben unterzeichnet. Die Petition bleibt auf aufstehn.at für weitere Unterschriften geöffnet.

Die gelungene Premiere der Oper unterstreicht Hamburgs lebendige Kulturszene, während die Latein-Petition die wachsende Sorge um bildungspolitische Prioritäten widerspiegelt. Beide Ereignisse zeigen, wie stark geistige und künstlerische Persönlichkeiten die öffentliche Debatte prägen. Die Initiatoren der Petition werben weiterhin um Unterstützung für ihr Anliegen.

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