Norbert Himmler bleibt unangefochtener ZDF-Intendant für weitere Amtszeit
Maximilian BrandtNorbert Himmler bleibt unangefochtener ZDF-Intendant für weitere Amtszeit
Norbert Himmler bleibt für eine weitere Amtszeit Intendant des ZDF, nachdem der Rundfunkrat seine Wiederbestellung am Freitag bestätigt hat. Seine Führung stieß auf keinen ernsthaften Widerstand – trotz früherer Kontroversen und Forderungen nach Reformen beim öffentlich-rechtlichen Sender.
Himmler begann seine Karriere beim ZDF 1998 mit einem Volontariat. Im Laufe der Jahre stieg er auf: als Assistent des Chefredakteurs, später verantwortlich für die Programmplanung und schließlich als Leiter der Fiction-Abteilung. Zudem führte er ZDFneo, bevor er 2021 Programmdirektor wurde.
Eine seiner ersten großen Entscheidungen traf er 2014, als er die langjährige Primetime-Sendung Wetten, dass..? einstellte. Doch bereits 2021 holte er das Format als Programmdirektor zurück – und der Erfolg hielt auch unter seiner Intendanz an. Die Rückkehr im November 2021 erreichte einen Marktanteil von 45 Prozent, während das Finale 2023 mit 12,13 Millionen Zuschauern und 45,3 Prozent Quotenwerte erzielte, die an die ursprüngliche Erfolgszeit von 1977 bis 2014 anknüpften.
Kritik an der Relevanz des ZDF und ein Skandal um KI-generierte Bilder konnten seinen Aufstieg nicht bremsen. Trotz Reformen bleibt das klassische Programm das Rückgrat des Senders. Sein Jahresgehalt als Intendant beträgt 372.000 Euro.
Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler dort Politikwissenschaft und Germanistik. Seine gesamte Berufslaufbahn verbrachte er beim ZDF – seit seinem Volontariat hat er den Sender nie verlassen.
Die Wiederbestellung unterstreicht Himmlers starke Position beim ZDF, wo seine Entscheidungen – von der Absetzung bis zur Rückkehr von Wetten, dass..? – die jüngste Entwicklung des Senders geprägt haben. Mit hohen Einschaltquoten für die Neuauflage der Show und ohne echte Konkurrenten im Rennen scheint seine Führung für die kommenden Jahre fest etabliert.