Nordkurier Media Group stellt auf Abendzustellung ihrer Printzeitungen um
Finn BauerNordkurier Media Group stellt auf Abendzustellung ihrer Printzeitungen um
Nordkurier Media Group stellt Zustellung von Printzeitungen um
Die Nordkurier Media Group ändert die Auslieferung ihrer gedruckten Zeitungen. Künftig werden die Tageszeitungen des Verlages abends statt morgens zugestellt. Die Umstellung ist eine Reaktion auf steigende Kosten und rückläufige Auflagenzahlen in der gesamten Branche.
Mit dem Schritt will der Verlag die Printausgaben wirtschaftlich tragfähig halten und sich gleichzeitig den wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen anpassen. Betroffen sind vier große Titel: der Nordkurier, die Schweriner Volkszeitung, die Schwäbische Zeitung und der Zollern-Alb-Kurier. Bisher erscheinen diese Zeitungen sechsmal pro Woche morgens. Nach der Umstellung erhalten Abonnenten sieben Ausgaben – von Dienstag bis Sonntag – jeweils am Abend.
Die morgendliche Zustellung ist für den Verlag zu teuer geworden. Höhere Mindestlöhne und eine schrumpfende Leserschaft haben die Gewinnmargen stark belastet. Um die Ausgaben zu senken, baut die Gruppe ein eigenes Logistiknetz auf. Dieses soll nicht nur Zeitungen, sondern auch Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe transportieren.
Erste Pilotprojekte in ausgewählten Regionen haben bereits positive Ergebnisse gezeigt. Die vollständige Einführung des neuen Systems ist bis Ende dieses Jahres geplant. Der Logistikriese Hermes hat sich bereits als Kunde für den erweiterten Service verpflichtet.
Verlage, die keine ähnlichen Anpassungen vornehmen, könnten in Zukunft vor größeren Problemen stehen. Wer sich nicht umstellt, könnte gezwungen sein, in seinen Verbreitungsgebieten nur noch digitale Ausgaben oder Print-on-Demand-Angebote bereitzustellen.
Die digitale Version jeder Zeitung bleibt weiterhin täglich verfügbar. Abonnenten erhalten zwar eine zusätzliche Printausgabe pro Woche, diese wird jedoch später am Tag ausgeliefert. Die Umstellung spiegelt die übergeordneten Herausforderungen der Printmedienbranche wider, in der Kostensenkung und Effizienzsteigerung immer entscheidender werden.






