27 June 2026, 16:15

Özdemir warnt vor AfD als größte Gefahr für die deutsche Demokratie

Özdemir sieht Demokratie so bedroht wie nie zuvor

Özdemir warnt vor AfD als größte Gefahr für die deutsche Demokratie

Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat eine drastische Warnung vor der wachsenden Bedrohung für die deutsche Demokratie ausgesprochen. Die aktuelle Gefahr sei größer als je zuvor, erklärte er – mit besonderem Fokus auf die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD). Özdemir signalisierte zudem seine Unterstützung für ein mögliches Verbot der Partei.

Der Politiker verwies auf die besondere Verantwortung Deutschlands als Land der Shoah und als Ergebnis der Wiedervereinigung. Sollte die AfD an die Macht kommen, wäre dies ein Vertrauensbruch gegenüber den Nachbarländern und der internationalen Gemeinschaft, so Özdemir. Als alarmierendes Zeichen deutete er den Aufstieg ähnlicher rechtsextremer Bewegungen in der EU und weltweit.

Özdemir kündigte an, gezielt in Hochburgen der AfD zu reisen, insbesondere in Bundesländer wie Thüringen und Brandenburg, um direkt mit Wählern ins Gespräch zu kommen. Sein Ziel ist es, zu prüfen, wo die Partei in ethnonationalistisches Terrain abdriftet. Zwar räumte er ein, dass überzeugte AfD-Anhänger kaum umzustimmen seien – doch bei manchen Wählern sieht er noch Spielraum für eine Veränderung der Haltung.

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Zudem betonte Özdemir die Notwendigkeit, Artikel 21 des Grundgesetzes neu zu bewerten, der Parteiverbote ermöglicht. Dies könnte ein rechtlicher Hebel sein, um der wachsenden Einflussnahme der AfD zu begegnen.

Die Warnungen des Ministerpräsidenten kommen zu einer Zeit, in der die AfD in der deutschen Politik weiter an Boden gewinnt. Sein Appell, die Aktivitäten der Partei genauer zu prüfen und mögliche rechtliche Schritte in Betracht zu ziehen, unterstreicht die Ernsthaftigkeit der wahrgenommenen Gefahr. Die Debatte über die Zukunft der AfD und ihre Auswirkungen auf die Demokratie wird voraussichtlich an Schärfe gewinnen.

Quelle