13 March 2026, 22:18

Patt nach Landtagswahl: Grüne und CDU ringen um Agrarministerium in Baden-Württemberg

Eine Deutschlandkarte mit in Rot und Blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

Patt nach Landtagswahl: Grüne und CDU ringen um Agrarministerium in Baden-Württemberg

Nach der Landtagswahl 2026 hat sich die politische Landschaft in Baden-Württemberg verschoben: Grüne und CDU liegen mit jeweils 56 Sitzen gleichauf. Die Zukunft des Agrarministeriums bleibt damit ungewiss, doch Bauernverbände setzen sich dafür ein, dass Peter Hauk im Amt bleibt. Gleichzeitig fordern Wirtschaftsvertreter stärkere politische Unterstützung für die Landwirte angesichts anhaltender Herausforderungen.

Bei der Wahl sicherten sich Grüne und CDU jeweils 56 Sitze, während die AfD als drittstärkste Kraft mit 35 Mandaten an Einfluss gewann. Die SPD stürzte hingegen auf ein historisches Tief von 5,5 Prozent ab und hält nur noch zehn Sitze. FDP und Linke verpassten den Einzug in den Landtag.

Peter Hauk, der sein Direktmandat erneut gewann, kritisiert seit Langem die Bundespolitik unter Agrarminister Cem Özdemir. 2024 warf er diesem vor, es fehle ihm an "echter Leidenschaft für Agrarpolitik", und hatte zuvor dessen Umgang mit den Bauernprotesten 2023/24 scharf verurteilt. Konkrete Auswirkungen von Özdemirs Politik auf die Landwirte in Baden-Württemberg wurden bisher jedoch nicht benannt.

Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) spricht sich offen für Hauks Verbleib als Agrarminister aus. Verbandspräsident Bernhard Bolkart betonte die Hoffnung auf eine erfahrene Führungskraft. Auch der Landesbauernverband (LBV) fordert ein stärkeres Ministerium und verweist auf dringenden Handlungsbedarf: Bürokratieabbau, mehr Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft seien entscheidend. Geschäftsführer Marco Eberle bezeichnete diese Punkte als "existenziel für die Zukunft des Sektors".

Da Grüne und CDU über gleich viele Sitze verfügen, werden die anstehenden Koalitionsverhandlungen über die Besetzung des Agrarressorts entscheiden. Die Präferenz der Bauern für Hauk spiegelt die breiten Sorgen über die politische Ausrichtung und administrative Hürden wider. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie Baden-Württemberg die agrarpolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre angeht.

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