11 March 2026, 12:14

Porsches dramatischer Gewinnsturz 2025: Warum die Elektro-Wende nach hinten losging

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit blauen Punkten und Text, der "Autodepreciation vs. Alter des Autos" lautet und die Beziehung zwischen Alter des Autos auf der x-Achse und der Abschreibungsrate auf der y-Achse zeigt.

Porsches dramatischer Gewinnsturz 2025: Warum die Elektro-Wende nach hinten losging

Porsches Gewinne sind 2025 nahezu verschwunden – nach Jahren der Neuausrichtung auf Elektrofahrzeuge. Das Unternehmen steht nun vor einem drastischen Rückgang bei Verkäufen und Marktanteilen, insbesondere im Kerngeschäft mit Verbrenner-Sportwagen. Eine Mischung aus steigenden Kosten, nachlassender Nachfrage und strategischen Fehlentscheidungen zwingt den Konzern zu einem radikalen Umdenken in der Produktionsplanung.

Der Nettogewinn nach Steuern brach im vergangenen Jahr um 91,4 Prozent ein und lag nur noch bei 310 Millionen Euro. Milliardeninvestitionen in die Verlängerung der Verbrenner-Produktion – statt einer vollständigen Umstellung auf Elektroautos – spielten eine zentrale Rolle beim Zusammenbruch der Gewinne. Gleichzeitig kämpfte Porsche mit schwächelnden Absatzzahlen in China, höheren US-Zöllen und einer langsamer als erwartet verlaufenden Nachfrage nach Elektromodellen.

In den vergangenen fünf Jahren hat Porsche seine Vorherrschaft bei Verbrenner-Sportwagen eingebüßt. Der Marktanteil sank von etwa 45 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 32 Prozent 2025. Konkurrenten wie Ferrari und Lamborghini nutzten die Lücke: Ferraris Anteil stieg von 25 auf 35 Prozent, Lamborghinis von 15 auf 22 Prozent. Während die Mitbewerber mit vielbeachteten Modellen wie Ferraris 12Cilindri oder Lamborghinis Hybrid-Revuelto punkteten, verunsicherte Porsches Fokus auf die Elektrifizierung manche traditionelle Käufer – sie wandten sich anderen Marken zu.

Für 2026 rechnet Porsche mit einem weiteren Rückgang der Verkäufe. Dennoch prognostiziert das Unternehmen eine Erholung derProfitabilität auf über fünf Prozent, getrieben von einer Rückkehr zu konventionellen Antrieben. Die anhaltende Treue der Sportwagenkäufer zu Verbrennern zwingt die Marke zur strategischen Korrektur: Verbrennermodelle rücken wieder in den Vordergrund.

Porsches finanzielle Turbulenzen zeigen, wie schwierig der Spagat zwischen Elektrifizierung und traditioneller Nachfrage ist. Um die Margen zu stabilisieren, setzt das Unternehmen nun wieder stärker auf Verbrenner – während die Konkurrenz Boden gutmacht. Ob dieser Kurswechsel die Marktposition bis 2026 sichern kann, wird sich im kommenden Jahr zeigen.

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