21 June 2026, 02:15

"Radikale Freundlichkeit": Wie Dankbarkeit den Alltag revolutioniert

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

"Radikale Freundlichkeit": Wie Dankbarkeit den Alltag revolutioniert

Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ bietet ungewöhnliche Ratschläge, wie man mit alltäglichen Frustrationen umgeht. Es ermutigt Leser:innen, Ärger durch Dankbarkeit und Selbstmitgefühl zu ersetzen. Die Autorin teilt persönliche Strategien, um auch in schwierigen Situationen eine freundlichere Haltung zu entwickeln.

Das Buch greift kulturelle Eigenheiten auf, um seine Thesen zu veranschaulichen. Österreicher:innen etwa verfügen über mehr als 50 Wörter für „Idiot“, darunter „Dodel“, „Wappler“ oder „Vollkoffer“. Gleichzeitig empfinden sie langsame Fahrer auf der Südautobahn nicht als nervig, sondern als belebend. Fluchen wird in Österreich gar als Kraftquelle beschrieben – fast wie eine Art Yoga.

Die Autorin überträgt diese Philosophie auf den Umgang mit Selbstkritik. Statt sich nach einem Fehler als „Idiot“ zu bezeichnen, nennt sie sich selbst „kognitive Minimalistin“. Sie schlägt auch vor, Menschen für Unannehmlichkeiten zu danken, statt genervt zu reagieren. Isländer:innen, die über 50 Wörter für „Schnee“ kennen, dienen als weiteres Beispiel für sprachlichen Reichtum und Anpassungsfähigkeit.

Das Buch plädiert für kleine, aber praktische Verhaltensänderungen. Eine Empfehlung lautet, selbstabwertende Sprache durch Freundlichkeit zu ersetzen. Eine andere, kleine Ärgernisse mit Wertschätzung statt mit Verdruss zu begegnen. Solche Verschiebungen sollen den Alltag positiver gestalten.

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