Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und wird Marktführer in NRW
Jakob BraunRheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und wird Marktführer in NRW
Die Rheinische Post will ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen durch eine große Übernahme deutlich ausbauen. Anfang März kündigte der Verlag an, mehrere westfälische Zeitungen sowie deren digitale Plattformen zu übernehmen. Mit diesem Schritt wird sie zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe der Region aufsteigen.
Die Transaktion folgt einem wachsenden Trend der Medienkonzentration in Deutschland. Immer häufiger übernehmen große Verlage kleinere Konkurrenten und verändern so die Branchenlandschaft. Die Übernahme durch die Rheinische Post wird den Besitz von Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen weiter bündeln.
Die Wettbewerbsbehörden des Bundeskartellamts werden den Zusammenschluss prüfen, doch ihr Spielraum ist begrenzt. Rechtlich dürfen sie lediglich die Auswirkungen auf Leserzahlen und Werbemärkte bewerten. Die Folgen für die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit liegen außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs.
Falls die Übernahme genehmigt wird, festigt die Rheinische Post ihre Position als führender Tageszeitungsverlag des Bundeslandes. Die Entscheidung wird sich allein an den Regeln des Wettbewerbsrechts orientieren – nicht an weitergehenden Bedenken hinsichtlich des Medienpluralismus. Das Ergebnis könnte jedoch einen Präzedenzfall für künftige Fusionen in der deutschen Verlagsbranche schaffen.






