17 April 2026, 14:22

"Richi"-Meme löst juristischen Streit um Merchandise-Artikel aus

Ein Mann in einer schwarzen Kapuzenjacke und einem schwarzen Anzug mit einem weißen Hemd hält ein Mikrofon und steht selbstbewusst vor einer Wand, wobei er wie ein Komiker mit zurückgekämmtem Haar wirkt.

"Richi"-Meme löst juristischen Streit um Merchandise-Artikel aus

Ein virales Schweizer Meme mit Hermann Schönbächlers geflügelten Worten "Richi" hat eine juristische Auseinandersetzung um nicht autorisierte Merchandise-Artikel ausgelöst. Die Händler Galaxus und Brack haben Fan-Produkte aus ihren Regalen genommen, während der Influencer Zeki seine beliebten Soundboxen anpasst, um den Forderungen der Familie nachzukommen. Die Schönbächlers, die den Produkten nie zugestimmt hatten, fordern ein Ende der kommerziellen Nutzung ihres Namens und Bildes.

Der Streit begann, als der Schweizer Influencer Zeki das "Richi"-Meme in seine Comedy-Soundboxen aufnahm. Der Spruch stammt aus einem Video, in dem Hermann Schönbächler seinen Sohn Richi ruft, und wurde rasant zum viralen Hit. Zekis Produkte, die den Audioausschnitt enthielten, fanden großen Anklang – doch die Familie Schönbächler hatte ihre Verwendung nie genehmigt.

Große Händler reagierten prompt: Brack nahm die Soundboxen komplett aus seinem Online-Sortiment. Galaxus führt sie zwar weiterhin auf, wartet aber auf eine Bestätigung der Rechte von Swissmeme, dem Hersteller der Produkte. Beide Händler räumten zudem weitere Fan-Artikel wie Socken und Kinderbücher aus ihren Beständen.

Zeki bestätigte unterdessen, dass die neue Version seiner Soundbox das "Richi"-Meme nicht mehr enthält. Er betonte, dass alle aktuellen Produkte nun den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Dennoch verkauft er weiterhin Restbestände der alten Soundboxen. Der Influencer zeigte sich zudem offen für eine Zusammenarbeit mit der Familie Schönbächler und gab an, bereits Kontakt aufgenommen zu haben.

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Die Schönbächlers hingegen haben ihre Haltung deutlich gemacht: Sie erhielten nie Geld aus Zekis Verkäufen und erteilten keine Erlaubnis für die Nutzung ihres Namens oder ihrer Stimme. In einer öffentlichen Stellungnahme baten sie um ein Ende des Hypes und um Respekt sowie Privatsphäre für ihre Kinder.

Der Fall wirft rechtliche und ethische Fragen auf, die entstehen, wenn virale Inhalte zu kommerziellen Produkten werden. Zekis Soundboxen werden das "Richi"-Meme nicht mehr enthalten, und die Händler haben den Großteil der dazugehörigen Merchandise-Artikel zurückgezogen. Die Bitte der Familie Schönbächler nach Privatsphäre bleibt jedoch ungeklärt – ebenso wie mögliche künftige Kooperationen oder juristische Schritte.

Quelle