Ruth Wagner – eine prägende FDP-Ikone Hessens ist tot

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Ein Plakat mit einem Gemälde einer Person und darauf geschriebenem Text.

ehemalige hessische FDP-Vorsitzende Ruth Wagner verstorben - Ruth Wagner – eine prägende FDP-Ikone Hessens ist tot

Ruth Wagner, eine prägende Persönlichkeit der hessischen Freien Demokratischen Partei (FDP), ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Über drei Jahrzehnte hinweg gestaltete sie die Landespolitik maßgeblich mit – sowohl in Regierungsämtern als auch in der Parteiführung.

Wagner trat der FDP vor fast 30 Jahren bei und stieg schnell in der Parteihierarchie auf. Als Landesvorsitzende der FDP in Hessen trug sie entscheidend dazu bei, dass Roland Koch am 7. April 1999 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Die CDU-FDP-Koalition hatte zuvor bei der Landtagswahl im Februar 1999 die Regierung übernommen.

Von 1999 bis 2003 amtierte sie als hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst und bekleidete gleichzeitig das Amt der stellvertretenden Ministerpräsidentin. Selbst als die CDU 2003 die absolute Mehrheit errang, lehnte sie Kochs Angebot ab, in der Regierung zu bleiben. Während der Affäre um Schwarzgeld blieb sie Koch treu und widerstand damit dem Druck der Bundes-FDP-Führung. Zeit ihres politischen Wirkens setzte sie sich für eine bürgerlich-konservative Ausrichtung der FDP ein.

Nach ihrem Rückzug aus der Politik blieb Wagner dem öffentlichen Leben verbunden. Sie engagierte sich ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen und erhielt 2010 die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen. Bereits sechs Jahre zuvor war ihr das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden.

Mit Ruth Wagners Tod endet eine Ära für die hessische FDP. Ihr Wirken in Regierung und Partei hinterlässt tiefe Spuren im Land. In Erinnerung bleiben wird sie für ihr unerschütterliches Engagement für bürgerlich-konservative Werte und ihren Einsatz für das Gemeinwohl.