20 June 2026, 12:12

Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte gegen den Fachkräftemangel

Eine steigende Anzahl von Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Mitarbeiter - fast 9 % aller Beschäftigten kommen nicht aus Deutschland

Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte gegen den Fachkräftemangel

Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzen zunehmend auf internationale Fachkräfte, um Personalengpässe zu schließen. Ein aktueller Bericht zeigt einen deutlichen Anstieg der Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern in der Region innerhalb des letzten Jahrzehnts. Dieser Trend spiegelt die wachsenden Bemühungen wider, dem anhaltenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl der Betriebe in Sachsen-Anhalt, die ausländische Arbeitskräfte einstellen, um 3.492 – ein Plus von 43 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Gesamtzahl der ausländischen Beschäftigten sogar um 308 Prozent erhöht.

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Bis Juni 2025 waren in der Region 68.420 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ausländerinnen und Ausländer gemeldet – 5.560 mehr als im Vorjahr. Mittlerweile kommen fast 9 Prozent aller Beschäftigten in Sachsen-Anhalt aus dem Ausland.

Vor allem größere Unternehmen treiben diese Entwicklung voran: Jedes vierte Unternehmen in der Region beschäftigt mittlerweile internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dennoch verzichten noch nahezu drei Viertel der Betriebe auf ausländische Arbeitskräfte. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont, dass Zuwanderung unverzichtbar sei. Als Hauptgrund für den Bedarf an ausländischen Fachkräften nennt er die demografische Entwicklung.

Der starke Anstieg der ausländischen Beschäftigung ist eine direkte Reaktion auf den Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt. Unternehmen sehen in der Einstellung internationaler Arbeitskräfte eine strategische Maßnahme, um ihren Personalbedarf langfristig zu decken. Experten gehen davon aus, dass dieser Trend auch in den kommenden Jahren den Arbeitsmarkt der Region prägen wird.

Quelle