12 March 2026, 18:17

SparkassenVersicherung meldet Rekordgewinn trotz steigender Wasserschäden und Inflation

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die 2020 Milliarden-Dollar-Wetter- und Klimaschäden zeigt, unterteilt in Abschnitte nach Jahr und Schadensart, mit Logos oben rechts und fetter Schrift, hauptsächlich in Blau- und Grüntönen mit Gelb- und Rotakzenten.

Sparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wetterschäden - SparkassenVersicherung meldet Rekordgewinn trotz steigender Wasserschäden und Inflation

Die SparkassenVersicherung (SV) verzeichnete 2025 ein starkes Finanzjahr: Der Nettogewinn stieg um 42 Prozent auf 147 Millionen Euro. Gleichzeitig ging die Zahl der Sturm-Schadensmeldungen überraschend zurück – dank ruhigerer Wetterbedingungen in den Kernregionen des Versicherers. Dennoch blieben die Reparaturkosten durch steigende Wasserschäden und Inflation auf hohem Niveau.

Die SV entstand 2004 aus der Fusion der SV Baden-Württemberg mit der Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen. Mit Hauptsitz in Stuttgart beschäftigt das Unternehmen heute über 5.400 Mitarbeiter.

2024 war für die SV ein schwieriges Jahr: Es zählte zu den vier schadensreichsten der Unternehmensgeschichte, verursacht durch Wetterextreme. Stürme richteten massive Zerstörungen an Gebäuden und Fahrzeugen an und trieben die Schadenssumme auf 397 Millionen Euro. Doch 2025 brachte eine deutliche Wende: Die Schäden durch Sturm und Hagel sanken auf nur noch 87,4 Millionen Euro. Dadurch verringerten sich die Gesamt-Schadensaufwendungen um fast zehn Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro.

Der Rückgang bei Sturmschäden wurde jedoch durch andere Faktoren teilweise ausgeglichen. So stiegen die Wasserschadensmeldungen in den vergangenen fünf Jahren um 28 Prozent – von 45.000 Fällen im Jahr 2021 auf 57.600 im Jahr 2025. Zudem trieb die Inflation die Reparaturkosten in die Höhe und minderte die Ersparnisse durch weniger Stürme. Dennoch sorgten das Wachstum in der Lebensversicherung und die steigende Zahl der Policen für ein Plus bei den Prämieneinnahmen von 7,2 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro.

SV-Chef Andreas Jahn betonte, dass 2025 zwar ein außergewöhnlich gutes Jahr gewesen sei, der Klimawandel und extreme Wetterereignisse aber weiterhin zentrale Herausforderungen darstellten. Zwar seien die Sturmschäden seit 2021 um zwölf Prozent zurückgegangen, doch stärkere Niederschläge und mildere Winter erhöhten weiterhin das Risiko von Wasserschäden.

Die Bilanz 2025 zeigt bei der SV eine Mischung aus Fortschritten und anhaltenden Belastungen. Der deutliche Rückgang der Sturmschäden steigerte die Gewinne, während steigende Wasserschäden und Inflation die Kosten hochhielten. Das Prämienwachstum und die solide Finanzperformance deuten auf Stabilität hin – doch die künftige Wetterentwicklung bleibt ein Unsicherheitsfaktor.

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