SPD Mitte setzt auf Alexandra Wend als neue Bezirksbürgermeisterin-Kandidatin
Maximilian BrandtSPD Mitte setzt auf Alexandra Wend als neue Bezirksbürgermeisterin-Kandidatin
Die SPD im Berliner Bezirk Mitte hat Alexandra Wend als Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin nominiert. Die Entscheidung fiel nach einer Abstimmung im lokalen Parteivorstand, der sich mit großer Mehrheit für sie aussprach. Ihre offizielle Aufstellung erfolgt auf einer Bezirksdelegiertenkonferenz im Mai, bevor im September die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen stattfinden.
Die örtliche SPD hatte zuvor Uta Francisco dos Santos aufgefordert, ihre Kandidatur zurückzuziehen. Dies folgte auf Berichte, wonach sie trotz offizieller Krankschreibung Wahlkampf betrieben haben soll. Kurz darauf kündigte dos Santos an, aus dem Rennen um das Bürgermeisteramt auszusteigen, machte jedoch eine „Medienkampagne“ für ihre Entscheidung verantwortlich. Sie beabsichtigt weiterhin, Spitzenkandidatin für die Bezirksverordnetenversammlung zu bleiben.
Alexandra Wend leitet derzeit die Abteilung für Gleichstellungspolitik in der Arbeits- und Wirtschaftspolitik der Senatsverwaltung für Arbeit in Berlin. Zudem ist sie stellvertretende Vorsitzende der SPD Pankow und war zuvor bereits als Direktkandidatin der Partei für die Bundestagswahl 2025 im selben Bezirk angetreten. Ihre Wahl durch den lokalen Vorstand fiel deutlich aus: 28 Stimmen sprach sich für sie aus, nur eine dagegen.
Die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen finden am 20. September statt. Mit Wends Nominierung rückt sie zu einer zentralen Figur im SPD-Wahlkampf für den Bezirk Mitte auf. Nach der Bestätigung ihrer Kandidatur bereitet sie sich nun auf die formelle Aufstellung bei der Mai-Konferenz vor. Die Partei konzentriert sich damit auf die anstehenden Wahlen, in denen Wend um das Amt der Bezirksbürgermeisterin kämpfen wird. Die Entscheidung der SPD spiegelt einen strategischen Schritt wider, der auf die Kontroverse um den Rückzug von dos Santos folgt.






