25 June 2026, 12:13

Spionageverdacht am CISPA: Wie chinesische Forscher deutsche Sicherheit gefährden könnten

Verdacht auf akademische Spionage

Spionageverdacht am CISPA: Wie chinesische Forscher deutsche Sicherheit gefährden könnten

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken steht unter dem Verdacht chinesischer Wissenschaftsspionage. Eine Untersuchung des Handelsblatts hat Bedenken hinsichtlich der Weitergabe sensibler Daten an China aufgeworfen. Das Zentrum galt einst als Aushängeschild der saarländischen Forschungslandschaft.

Seit seinem Beitritt zur Helmholtz-Gemeinschaft im Jahr 2019, der größten Forschungsorganisation Deutschlands, wird der Ruf des CISPA von Vorwürfen ausländischer Einflussnahme überschattet.

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In einer Forschungsgruppe sollen 18 der 19 Mitglieder chinesischer Herkunft gewesen sein. Eine weitere Gruppe bestand ausschließlich aus Wissenschaftler:innen aus China, von denen einige Verbindungen zur chinesischen Rüstungsindustrie aufweisen. Diese Erkenntnisse haben die Prüfung der Institutsaktivitäten weiter verschärft.

Der Institutsleiter Michael Backes wurde vorläufig von seinen Aufgaben entbunden. Er hat seine Suspendierung öffentlich unterstützt und eine externe Überprüfung begrüßt. Nun soll ein unabhängiger Sonderprüfer die Vorwürfe umfassend untersuchen.

Trotz der Kontroverse laufen die Pläne für ein neues CISPA-Gebäude im Wert von 350 Millionen Euro weiter. Die Vorwürfe betreffen mögliche Datenweitergaben sowie Verbindungen zu ausländischen Rüstungssektoren. Die Sonderprüfung soll das Ausmaß etwaiger Fehlverhalten klären. Das Ergebnis könnte die Zukunft des CISPA und seine Rolle in der deutschen Forschungsgemeinschaft entscheidend beeinflussen.

Quelle