15 April 2026, 22:15

Steuerreform: SPD streitet über Mehrwertsteuererhöhung und Rehlingers Alternativpläne

Schwarzes und weißes Porträt von Otto Geburt, einem deutschen Politiker, der einen Blazer und eine Krawatte trägt, mit Text unten.

Steuerreform: SPD streitet über Mehrwertsteuererhöhung und Rehlingers Alternativpläne

In der Bundesregierung spitzt sich die Debatte über Steuerreformen zu. Ein Vorschlag sieht vor, den regulären Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent anzuheben – doch der Plan stößt auf heftigen Widerstand. Anke Rehlinger, die saarländische Ministerpräsidentin und SPD-Politikerin, äußert deutliche Skepsis und setzt stattdessen auf alternative Änderungen im Steuersystem.

Rehlingers Kritik kommt vor einer SPD-Konferenz an diesem Freitag, auf der die Partei ihre Reformagenda vorstellen wird. Die Ministerpräsidentin lehnt die Mehrwertsteuererhöhung kategorisch ab und argumentiert, sie belaste Verbraucherinnen und Verbraucher unzumutbar. Stattdessen unterstützt sie den Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil, das Ehegattensplitting abzuschaffen.

Ihre Forderungen gehen noch weiter: Rehlinger will die Erbschaftssteuer erhöhen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren und wohlhabendere Bürger stärker zur Kasse zu bitten. Gleichzeitig spricht sie sich dafür aus, die Einkommensteuerlast für 95 Prozent der Steuerzahler zu senken, während Spitzenverdiener einen größeren Beitrag leisten sollen. Die diskutierte Mehrwertsteuerreform sieht einen Kompromiss vor: Die Anhebung des Standardsatzes soll mit einer Abschaffung des ermäßigten Satzes von sieben Prozent und einer Senkung der Lohnsteuern einhergehen.

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Auf der anstehenden SPD-Konferenz wird sich zeigen, welche dieser Ideen Unterstützung finden. Rehlingers Position unterstreicht die tiefen Gräben bei der Frage, wie Steuergerechtigkeit und Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen sind. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung bleibt umstritten – die Ministerpräsidentin wirbt stattdessen für andere Maßnahmen zur Steigerung der Staatseinnahmen. Sollten ihre Vorschläge auf Zustimmung stoßen, könnten die Erbschaftssteuern steigen und Steuersenkungen die Mehrheit der Beschäftigten entlasten. Das Ergebnis der Freitagskonferenz wird die nächsten Schritte der Regierung in der Steuerreform prägen.

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