Streit um WM-Absperrungen in Halle: Händler fühlen sich von der Stadt übergangen
Finn BauerStreit um WM-Absperrungen in Halle: Händler fühlen sich von der Stadt übergangen
In Halle (Saale) wurden entlang der Kleinen Ulrichstraße temporäre Absperrungen errichtet, um während der FIFA-Weltmeisterschaft den Fahrzeugverkehr zu regulieren. Lokale Unternehmer kritisieren die Entscheidung als überzogen und ohne ihre Beteiligung getroffen.
Die Absperrungen bestehen aus ausfahrbaren Pollern, die abends und nachts hochgefahren werden. Die Stadt will damit rücksichtsloses Fahren verhindern und Fußballfans schützen, die sich versammeln, um die Spiele zu verfolgen. Die Behörden sind überzeugt, dass die Maßnahmen die Sicherheit während des Turniers erhöhen.
Geschäftsinhaber werfen der Stadt jedoch vor, einseitig gehandelt und ihre Bedenken ignoriert zu haben. Sie argumentieren, dass die Straße kaum von Fans frequentiert werde, da fast keine Lokale geplant hätten, die WM-Spiele zu übertragen. Viele bezeichnen die Poller als unnötig und militärisch anmutend.
Statt der Absperrungen schlagen Vertreter der Wirtschaft gezielte Polizeistreifen vor. Dieser Ansatz sei ihrer Meinung nach effektiver und kostengünstiger für die Stadt.
Kritiker befürchten, dass die Poller den fußgängerfreundlichen Charakter der Straße dauerhaft verändern könnten. Die Unternehmen bestehen darauf, dass die Stadt ihre Sicherheitsziele auch mit weniger einschneidenden Maßnahmen erreichen könnte. Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen lokalem Handel und städtischer Planung auf.






