13 April 2026, 12:18

Teilrente: So klappt der gleitende Übergang in den Ruhestand

Plakat mit einem Kreisdiagramm, das die Verteilung neuer Job-Beschäftigungen nach Sektoren zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Teilrente: So klappt der gleitende Übergang in den Ruhestand

Teilrente: Sanfter Übergang in den Ruhestand mit flexiblen Bezügen

Die Teilrente bietet Beschäftigten die Möglichkeit, schrittweise in den Ruhestand zu wechseln, während sie weiterhin ein Einkommen erzielen. Seit 2017 ermöglicht das Flexirentengesetz, dass Versicherte zwischen 10 und 99,99 Prozent ihrer gesetzlichen Rente beziehen können, bevor sie vollständig in den Ruhestand gehen. Diese Option gewinnt zunehmend an Bedeutung, da immer mehr Arbeitnehmer einen gleitenden Ausstieg aus dem Berufsleben anstreben.

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Voraussetzungen und Abzüge Antragsberechtigt ist, wer das reguläre Renteneintrittsalter erreicht hat – das sind 67 Jahre für alle, die 1964 oder später geboren wurden. Allerdings können Versicherte bereits ab 63 Jahren einen Teil ihrer Rente in Anspruch nehmen. Wer etwa mit 63 die Hälfte der Rente bezieht, muss dabei einen Abschlag von 7,2 Prozent hinnehmen, da es sich um einen vorzeitigen Bezug handelt. Wichtig: Die monatliche Kürzung von 0,3 Prozent bezieht sich nur auf den ausgezahlten Rentenanteil, nicht auf den vollen Anspruch.

Steuerliche Vorteile und Flexibilität Ein zentraler finanzieller Pluspunkt liegt in den Steuerregeln. Wer frühzeitig eine Teilrente bezieht, sichert sich einen höheren steuerfreien Grundfreibetrag – abhängig vom Jahr des Rentenbeginns. Zudem wurde Anfang 2023 die Hinzuverdienstgrenze für Frührentner abgeschafft, die bisher galt, wenn man neben der Rente weiterarbeitete. Das macht das System noch flexibler.

Für wen lohnt sich die Teilrente? Besonders attraktiv ist das Modell für Branchen mit Fachkräftemangel, flexiblen Arbeitszeiten oder projektbasierten Tätigkeiten. Selbst eine minimale Reduzierung der Rentenbezüge um 0,01 Prozent kann sich langfristig auszahlen – etwa für Versicherte, die Angehörige unterstützen.

Gleitender Übergang statt abruptem Ausstieg Viele nutzen die Teilrente, um ihre Arbeitszeit schrittweise zu verringern. Statt eines plötzlichen Wechsels von Vollzeitjob in die volle Rente können Beschäftigte Einkommen und Arbeitsbelastung stufenweise anpassen.

Mehr Kontrolle über den Renteneintritt Das System der Teilrente gibt Arbeitnehmern mehr Spielraum bei der Gestaltung ihres Ruhestands. Durch die schrittweise Inanspruchnahme lässt sich der Ausgleich zwischen Einkommensbedarf und dem Wunsch, weiterzuarbeiten, besser steuern. Wer die Option in Betracht zieht, sollte jedoch die langfristigen Steuerfolgen und Abschläge sorgfältig abwägen, bevor eine Entscheidung fällt.

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