Telekom testet "Stille Stunde" für entspanntes Einkaufen in sieben Städten
Paul MeyerTelekom testet "Stille Stunde" für entspanntes Einkaufen in sieben Städten
Telekom führt "Stille Stunde" in ausgewählten Filialen ein
Telekom bietet in ausgewählten Geschäften eine "Stille Stunde" an, um Kunden ein ruhigeres Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Die Initiative richtet sich besonders an Menschen, die unter sensorischer Reizüberflutung leiden oder eine entspanntere Umgebung benötigen – darunter ältere Erwachsene und Personen in schwierigen Lebenssituationen.
Der Service ist derzeit in mindestens sieben Städten verfügbar, darunter Berlin, Köln und München. Obwohl eine Voranmeldung empfohlen wird, sind auch spontane Besuche möglich, um das Angebot für alle zugänglich zu halten.
Während der "Stillen Stunde" werden Lärmpegel reduziert, das Licht gedimmt und mehr Zeit für persönliche Gespräche eingeräumt. Da sich die Mitarbeiter gezielt auf diese Zeiten vorbereiten, werden Kunden gebeten, sich vorab anzumelden. Eine Reservierung ist jedoch nicht zwingend erforderlich, um auch denen den Zugang zu ermöglichen, denen Planung schwerfällt.
Das Pilotprojekt läuft in Filialen in Berlin, Köln, München, Bonn, Düsseldorf und Stuttgart. Bisher gibt es keine Ankündigung, den Service auf weitere Regionen auszuweiten.
Die Initiative unterscheidet sich von der breiter angelegten Kampagne "Gemeinsam Zusammen e.V.", die ähnliche ruhige Einkaufszeiten im Einzelhandel fördert. Telekom betont, dass es sich dabei nicht um ein Nischenangebot handelt, sondern um einen Teil einer umfassenderen Inklusionsstrategie. Bundesweit bieten bereits 276 weitere Standorte – unabhängig von Telekom – vergleichbare ruhige Einkaufsmöglichkeiten an.
Die "Stille Stunde" schafft einen festen Zeitraum für Kunden, die von einer reizarmen Umgebung profitieren. Zwar bleibt Telekoms Pilotprojekt vorerst auf ausgewählte Städte beschränkt, doch passt das Konzept in den wachsenden Trend, Handelräume barriereärmer zu gestalten. Die Möglichkeit, ohne Termin vorbeizukommen, stellt sicher, dass das Angebot gerade denen offensteht, die es am dringendsten benötigen.






