19 June 2026, 22:13

Traditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen schwacher Absatzzahlen

Wolters beantragt Insolvenz - Traditionsbrauerei in Krise

Traditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen schwacher Absatzzahlen

Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig ein Eigenverwaltungsverfahren nach der Insolvenzordnung beantragt. Als Hauptgründe nannte die traditionsreiche Brauerei anhaltend schwache Absatzzahlen und stark gestiegene Kosten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines Rückgangs des Bierabsatzes in Deutschland um sechs Prozent im Jahr 2025, was die wirtschaftliche Lage zusätzlich belastet.

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Das Unternehmen kündigte an, seine Geschäftsaktivitäten umzustrukturieren und das Geschäftsmodell neu auszurichten. Ziel ist es, sich wieder stärker auf den regionalen Markt zu konzentrieren und vom klassischen Braubetrieb zu einem innovativen Getränkehersteller zu entwickeln. Langfristig will Wolters sein Sortiment an alkoholfreien Getränken deutlich ausbauen.

Unter Eigenverwaltung wird der Braubetrieb trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen in vollem Umfang fortgeführt. Beratend begleitet werden das Verfahren die Kanzlei Eckert Rechtsanwälte sowie Eckert Assurance GmbH. Als vorläufiger Sachwalter wurde der Anwalt Torsten Gutmann von PLUTA Rechtsanwalts GmbH bestellt.

Der Wirtschaftsprüfer Hendrik Mysegades betonte, dass die Restrukturierung strategisch angelegt sei. Rechtsanwalt Kimon Kantis ergänzte, die Eigenverwaltung ermögliche es dem Unternehmen, die Branchenherausforderungen nachhaltig anzugehen. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bleiben während des gesamten Prozesses gesichert.

Mit der Umstrukturierung soll die Position der Brauerei in einem schwierigen Marktumfeld stabilisiert werden. Wolters wird den Betrieb aufrechterhalten und sich gleichzeitig an die veränderten Branchenanforderungen anpassen. Der Fokus auf alkoholfreie Getränke und die Stärkung der regionalen Präsenz bildet den Kern der neuen Ausrichtung.

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