Urteil im Frankfurter Prozess gegen homophobe Überfälle auf schwule Männer
Maximilian BrandtUrteil im Frankfurter Prozess gegen homophobe Überfälle auf schwule Männer
Am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr wird das Landgericht Frankfurt (Oder) im Prozess gegen sechs Angeklagte ein Urteil verkünden. Der Gruppe wird vorgeworfen, über Dating-Apps gezielt schwule Männer angelockt, in abgelegene Orte gelockt und dort überfallen sowie beraubt zu haben. Die Verhandlungen fanden weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Angeklagten minderjährig sind.
Die sechs Beschuldigten – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – müssen sich wegen schweren Raubes verantworten, wobei sie mutmaßlich gefälschte Dating-Profile nutzten, um ihre Opfer in die Falle zu locken. Laut Staatsanwaltschaft dokumentierte die Gruppe ihre Angriffe systematisch, was die Schwere der Taten zusätzlich verschärft. Die Opfer seien demnach nicht nur körperlich attackiert und beraubt, sondern auch homophoben Beschimpfungen ausgesetzt worden.
Ermittler bestätigten, dass es keine Hinweise auf eine Verbindung der Straftaten zu einem organisierten Netzwerk oder einer politischen Ideologie gibt. Aufgrund des Alters der Angeklagten wurden Teile des Prozesses nicht öffentlich geführt, sodass der Zugang zu bestimmten Sitzungen eingeschränkt blieb.
Das Gericht wird seine Entscheidung in einer öffentlichen Verhandlung bekannt geben und damit ein Verfahren abschließen, das die Aufmerksamkeit auf gewalttätige Straftaten gegen LGBTQ+-Personen in der Region gelenkt hat.
Das Urteil wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Angeklagten entscheiden. Bei einer Verurteilung drohen ihnen erhebliche Strafen für die koordinierten Angriffe, zu denen Raub, körperliche Gewalt und hassmotivierte Beleidigungen zählten. Die Urteilsverkündung erfolgt im Rahmen der für Dienstagmorgen anberaumten Sitzung.






