Vier Tonnen infizierte Tomaten aus China in Sibirien entdeckt und vernichtet
Paul MeyerVier Tonnen infizierte Tomaten aus China in Sibirien entdeckt und vernichtet
In Russland wurde eine vier Tonnen schwere Tomatenlieferung aus China entdeckt, die mit einem gefährlichen Pflanzenvirus infiziert ist. Der Fund erfolgte in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk und löste umgehend Maßnahmen der Behörden aus.
Die betroffene Partie befand sich im vorübergehenden Lager "Agroterminal-Zoll", als der russische Agraraufsichtsdienst Rosselkhoznadzor das Problem identifizierte. Tests bestätigten das Vorhandensein des Tomaten-Braunen Kräusel-Frucht-Virus (Tomato brown rugose fruit virus), eines hochaggressiven Erregers, der erhebliche Schäden anrichtet.
Das Virus breitet sich rasant durch direkten Kontakt zwischen Pflanzen aus. Es kann zudem Werkzeuge, Hände, Kleidung und sogar den Boden kontaminieren. Bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln beschleunigen die Übertragung zusätzlich. Einmal eingeschleppt, ist es in der Lage, innerhalb einer Woche eine gesamte Gewächshausernte zu vernichten.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ordneten die Behörden die sofortige Vernichtung der Tomaten an. Die gesamte Lieferung wird unter strengen Auflagen verbrannt.
Die infizierten Tomaten gelangen nicht in den Handel. Die Behörden haben strikte Maßnahmen ergriffen, um das Virus einzudämmen und heimische Ernten zu schützen. Bisher wurden in der Region keine weiteren Fälle gemeldet.






