29 March 2026, 18:23

Volkswagen zwischen Sparzwang und Rüstungshoffnung: Cavallo warnt vor Jobverlusten

Volkswagen-Händler mit Glaswänden und -fenstern, Autos davor geparkt, umgeben von Pflanzen und einem Baum, mit Himmel im Hintergrund.

Volkswagen zwischen Sparzwang und Rüstungshoffnung: Cavallo warnt vor Jobverlusten

Volkswagen steht vor großen Herausforderungen, während das Unternehmen Sparmaßnahmen umsetzt und seine Produktionspläne anpasst. Die Vorsitzende des Betriebsrats, Daniela Cavallo, spricht sich gegen weitere Kürzungen aus, die Arbeitsplätze gefährden könnten. Gleichzeitig sieht sie in Rüstungsaufträgen eine Chance, die Zukunft von Standorten wie Osnabrück in Niedersachsen zu sichern.

2024 einigte sich Volkswagen auf ein Sparprogramm, das bis 2030 den Abbau von 35.000 Stellen in Deutschland vorsieht. Dieser Schritt stößt bei Belegschaft und Arbeitnehmervertretern auf Widerstand. Daniela Cavallo, Chefin des Konzernbetriebsrats, lehnt neue Sparvorgaben, die die Last auf die Beschäftigten abwälzen, entschieden ab. Sie stellt sich auch gegen Werksschließungen, darunter die geplante Einstellung der Porsche-Produktion in Osnabrück bis 2025 und das Aus für den VW T-Roc Cabriolet Mitte 2027.

Cavallo räumt ein, dass die Automobilbranche unter geopolitischen Konflikten und Handelsstreitigkeiten leidet. Dennoch betont sie, dass Deutschland und Europa ihre Abhängigkeit von externen Rüstungslieferanten verringern müssten. Zwar produziert Volkswagen noch keine Militärfahrzeuge, doch präsentierte das Unternehmen auf der Fachmesse Enforce Tac im Februar 2026 zwei Prototypen, den MV.1 und den MV.2. Diese Entwürfe könnten dem Werk Osnabrück neue Perspektiven eröffnen – insbesondere, da Rheinmetall, ein langjähriger Partner der VW-Tochter MAN, dort an Rüstungsprojekten mitwirken könnte.

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MAN fertigt bereits seit Jahren gemeinsam mit Rheinmetall Militär-Lkw, auch wenn konkrete Produktionszahlen nicht bekannt sind. Cavallo zeigt sich offen für Rüstungsaufträge, sofern sie zu Volkswagens Kompetenzen passen und Arbeitsplätze sichern helfen.

Die Zukunft von Volkswagen in Osnabrück hängt davon ab, ob es gelingt, Kostensenkungen mit neuen Chancen im Rüstungssektor in Einklang zu bringen. Die vorgestellten Prototypen und die Zusammenarbeit mit Rheinmetall deuten auf eine mögliche Neuausrichtung der Produktion hin. Eines macht Cavallos Haltung jedoch deutlich: Gegen Stellenabbau und Werksschließungen wird es erbitterten Widerstand geben.

Quelle