29 April 2026, 18:18

Vom Gefängnis zum lebendigen Quartier: Studenten entwerfen Braunschweigs neue Zukunft

Leerer Raum mit rotem Boden, weißer Wand auf der rechten Seite, Metallstangen und Fenstern im Hintergrund, die an eine Gefängniszelle erinnern.

Vom Gefängnis zum lebendigen Quartier: Studenten entwerfen Braunschweigs neue Zukunft

Aus dem ehemaligen Gefängnis Rennelberg in Braunschweig wird ein lebendiger Stadtteil – Studenten der TU Braunschweig präsentieren visionäre Pläne

Das Gelände um die ehemalige Justizvollzugsanstalt Rennelberg in Braunschweig steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Studierende des Instituts für Städtebau der Technischen Universität Braunschweig haben nun frische Konzepte für die Umnutzung des Areals in ein lebendiges Stadtviertel vorgestellt. Ihre innovativen Entwürfe sind noch bis zum 20. Mai in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen.

Das Projekt nahm im Dezember 2018 seinen Anfang, als der Verwaltungsausschuss der Stadt Pläne zur Neugestaltung des ehemaligen Gefängnisses und seiner Umgebung billigte. Seither haben die Studierenden Wege erkundet, wie sich das bisher abgeschottete Gelände in einen belebten Gemeinschaftsraum verwandeln lässt.

Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Platz mit ihrem Konzept "Von Mauern zu Miteinander". Ihr Entwurf sieht ein offenes Quartier mit symmetrischen Wegen vor, die zu einem großen zentralen Platz führen. Dieser Bereich soll als kreativer Campus fungieren, der Wohnen, Arbeiten und Kultur verbindet.

Adriana Gens und Mareike Meier belegten mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen" den zweiten Platz. Ihr Design zielt darauf ab, die Isolation des Geländes durch großzügige Innenhöfe und einen "Klimawald"-Park entlang einer zentralen Promenade aufzuheben. Das Ziel: das Areal stärker mit dem restlichen Stadtgebiet vernetzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sarah Suttner López und Robert Sievert erreichten mit "Nachbarschaft statt Gefängnis" den dritten Platz. Ihr Vorschlag umfasst eine neue Straße, die Rennelbergtwete, sowie einen öffentlichen Platz, den Rennelbergplatz. Zudem ist eine Quartiersgalerie vorgesehen, wobei der Fokus auf der Wiederverwendung bestehender Gebäude liegt – bei gleichzeitiger Förderung von kleinteiligem Wachstum.

Bevor die Umgestaltung beginnen kann, muss die Stadt jedoch zunächst den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen. Bis dahin wird die ehemalige Anlage noch einmal kurzzeitig als Festivalort genutzt. In diesem Sommer findet dort im Juni das Theaterformen-Festival statt – ein Vorgeschmack auf die mögliche Zukunft des Ortes.

Die prämierten Entwürfe sind weiterhin im Foyer des zweiten Obergeschosses des historischen Rathauses am Platz der Deutschen Einheit 1 zu besichtigen.

Die Studentenarbeiten geben einen Ausblick darauf, wie sich das Rennelberg-Gelände von einem abgeschlossenen Gefängnis in einen dynamischen Teil Braunschweigs verwandeln könnte. Doch die nächsten Schritte der Stadt hängen vom Ausgang des noch laufenden Verkaufsverfahrens ab. Bis dahin bietet das Festival im Juni den Bewohnerinnen und Einwohnern einen temporären Eindruck der neuen Möglichkeiten des Areals.

Quelle