20 March 2026, 22:17

Vom Koch zum Baustellenarbeiter: Pawels harter Neuanfang in Deutschland

Liniengraph, der die Trends der Beschäftigungsquote in Frankreich von 2000 bis 2012 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Vom Koch zum Baustellenarbeiter: Pawels harter Neuanfang in Deutschland

Ein 36-jähriger Koch aus Belarus kündigte seinen Job, um im Ausland neue Chancen zu suchen. Pawels Reise begann mit einer Stelle in einem Lager in der Nähe von Köln, die er über eine Instagram-Anzeige gefunden hatte. Doch schon bald zeigte sich, welche Herausforderungen migrantische Arbeitskräfte in Deutschland bewältigen müssen.

Sein erstes Gehalt lag zwischen 1.100 und 1.300 Euro im Monat. Doch die Lohnunterschiede wurden schnell deutlich: Türkische Kollegen im selben Lager verdienten mehr als die belarussischen Mitarbeiter. Bereits nach einer Woche beschlossen Pawel und ein Freund, die Stelle zu kündigen.

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Die Anreise war beschwerlich gewesen – erst mit dem Bus nach Warschau, dann mit einem privaten Fahrer weiter. Die Unterkunft im Hostel war trostlos: überall leere Bierflaschen, viele Bewohner tranken exzessiv. Enttäuscht tauschte Pawel seinen Lohn in belarussische Rubel um und machte sich auf den Weg.

Das Duo reiste weiter nach Hamburg, wo beide als Hilfsarbeiter auf einer Baustelle unterkamen. Anfangs verdiente Pawel sieben Euro pro Stunde, später stieg der Lohn auf acht Euro. Die Baubranche in Deutschland leidet derzeit unter einem massiven Fachkräftemangel – für 2026 sind 163 Berufe als unterbesetzt gemeldet. Gleichzeitig häufen sich Berichte über illegale Beschäftigung, gefälschte Dokumente und prekäre Arbeitsbedingungen für Migranten in ähnlichen Jobs.

Pawels kurze Zeit in Deutschland zeigte sowohl die Chancen als auch die Härten für ausländische Arbeitskräfte. Zwar wechselte er vom Lager zur Baustelle, doch seine Erfahrungen spiegeln die größeren Probleme auf dem Arbeitsmarkt wider. Während der Fachkräftemangel in der Bauindustrie anhält, bleiben auch die Sorgen um die Arbeitsbedingungen von Migranten bestehen.

Quelle