Wegner plant Wohnungsbau am Rand des Tempelhofer Felds – trotz Volksentscheid
Maximilian BrandtWegner plant Wohnungsbau am Rand des Tempelhofer Felds – trotz Volksentscheid
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne für Teilbebauung des Tempelhofer Felds
Der Berliner Regierungschef will Teile des Tempelhofer Felds für den Wohnungsbau erschließen – trotz eines Volksentscheids von 2014, der Baumaßnahmen auf dem ehemaligen Flughafenareal untersagt hatte. Ein neuer Vorschlag sieht nun vor, Tausende Wohnungen am Rand des Geländes zu errichten.
Eine Gruppe von Architekten präsentierte kürzlich einen Entwurf, der den Bau von rund 21.000 Wohnungen auf etwa einem Drittel des Tempelhofer Felds vorsieht. Wegners Plan konzentriert sich hingegen auf die äußeren Bereiche und belässt die zentralen 200 Hektar offene Wiesenfläche, die durch das Tempelhof-Gesetz geschützt sind, unangetastet.
Ziel des Bürgermeisters ist es, Wohnraum für über 50.000 Berliner zu schaffen. Eine aktuelle Umfrage zeigt breite Zustimmung in der Bevölkerung: 59 Prozent befürworten eine „maßvolle Bebauung an den Rändern“, um die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern.
Allerdings hatte der Volksentscheid von 2014 jegliche Bebauung auf dem Gelände strikt verboten. Wegner prüft nun, ob eine Teilerschließung wirtschaftlich tragfähig ist, ohne die bestehenden rechtlichen Schutzbestimmungen zu verletzen.
Sollte der Plan genehmigt werden, wäre dies eine deutliche Wende in der Nutzung des Tempelhofer Felds. Die zentralen Wiesen blieben zwar erhalten, doch neue Wohnungen am Rand könnten Zehntausenden ein Zuhause bieten. Die Senatsverwaltung bewertet derzeit noch die Kosten und rechtlichen Konsequenzen des Vorhabens.






