Weißstörche gefährden Stromnetze und Bahnstrecken in Südhessen immer stärker
Paul MeyerWeißstörche gefährden Stromnetze und Bahnstrecken in Südhessen immer stärker
Weißstörche sorgen in Südhessen für zunehmend größere Probleme, da immer mehr der Vögel ihre Nester auf Strommasten und Eisenbahnstrecken bauen. Die Tiere gefährden nicht nur sich selbst, sondern lösen auch Stromausfälle aus und beschädigen die Infrastruktur. In diesem Jahr hat sich die Situation besonders in den Landkreisen Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig zugespitzt.
Die Zahl der Weißstörche in Hessen steigt seit Jahren an, und viele brüten inzwischen auf Hochspannungsmasten. Ihre oft mehrere hundert Kilogramm schweren Nester können die Masten destabilisieren und zu Stromschlägen oder Bränden führen. Für Netzbetreiber summieren sich die Schäden durch Kollisionen und Ausfälle auf Millionenbeträge.
Besonders betroffen ist die Rhein-Main-Region, vor allem um Hochheim und Wallau, wo sich die Störche besonders stark konzentrieren. In diesem Jahr wurden vermehrt Nester auf Strommasten entdeckt, sodass Betreiber gezwungen waren, sie zu entfernen und Abschreckungsmaßnahmen zu installieren. Windbetriebene Geräte an den Masten haben sich als wirksam erwiesen, um die Vögel fernzuhalten.
Auch die Bahninfrastruktur leidet unter den Störchen, die ihre Nester an Oberleitungen bauen und so zu Betriebsstörungen führen. Die Deutsche Bahn arbeitet daher mit Naturschutzbehörden zusammen, um durch technische Sicherungen und Überwachung die Brut zu verhindern.
Der Anstieg der Storchpopulation führt zu mehr Konflikten mit Infrastrukturunternehmen. Die Entfernung von Nestern und der Einsatz von Abschreckungsmitteln bleiben die wichtigsten Maßnahmen, um die Risiken zu verringern. Ohne Gegenmaßnahmen wird sich das Problem voraussichtlich weiter verschärfen, da die Vögel weiterhin von künstlichen Strukturen als Nistplätze angezogen werden.






