17 April 2026, 02:16

Wut und Hoffnung: Halle kämpft um sein geschlossene Südstadt-Center

Ein belebtes Stadtzentrum mit einem "City Mall Now Open"-Schild, umgeben von Gebäuden, Schildern, Geländern, Grünflächen, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel.

Wut und Hoffnung: Halle kämpft um sein geschlossene Südstadt-Center

Bürger Halle fordern mit sechster Protestaktion Wiedereröffnung des Südstadt-Centers

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Zum sechsten Mal haben Anwohner in Halle gegen die Schließung des Südstadt-Centers demonstriert. Das Einkaufszentrum wurde im Februar geschlossen, nachdem Prüfer schwere Mängel beim Brandschutz festgestellt hatten. Trotz wachsender Verärgerung gibt es vonseiten der Stadt noch keine klare Aussage, wann – oder ob überhaupt – das Center wieder für Kunden öffnen wird.

Die Schließung erfolgte, nachdem die Behörden gravierende Verstöße gegen Brandschutzvorschriften entdeckt hatten. Die Verantwortlichen bezeichneten die Maßnahme als unvermeidbar angesichts der gefährlichen Zustände im Gebäude. Seitdem ist das verlassene Gelände zunehmend zum Ziel von Vandalen geworden; erst kürzlich wurden Diebe dabei ertappt, Kupferkabel aus den Räumlichkeiten zu entfernen.

Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt nahm an der jüngsten Kundgebung teil, hatte jedoch keine sofortige Lösung parat. Er räumte die Sorgen der Bürger ein, kritisierte gleichzeitig aber übermäßige Bürokratie und die angespannte Haushaltslage der Stadt. Vogt versprach zudem, dass die Verwaltung innerhalb weniger Tage auf 35 Fragen der Protestorganisatoren antworten werde.

Hinter den Kulissen arbeitet mittlerweile ein städtischer Mitarbeiter direkt mit potenziellen Investoren zusammen, um das Center wiederzubeleben. Ein Vorschlag sieht vor, auf einem nahegelegenen Grundstück einen kleineren Ersatzbau zu errichten, falls das ursprüngliche Gebäude nicht saniert werden kann. Daniel Mahler, einer der Anführer der Proteste, stellte infrage, ob die Stadt genug unternehme, um die südlichen Stadtteile Halles zu unterstützen.

Das Südstadt-Center bleibt vorerst geschlossen, doch die Gespräche mit Investoren laufen. Die Behörden haben zugesagt, die Fragen der Bürger zu beantworten und Möglichkeiten für eine neue Einrichtung zu prüfen. Bis dahin kämpfen die Anwohner weiter um Antworten – und eine Perspektive für ihr Viertel.

Quelle