ZDF zieht falsche Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Krawallen zurück
Maximilian BrandtZDF zieht falsche Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Krawallen zurück
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF hat Kritik auf sich gezogen, nachdem er Elon Musk vorgeworfen hatte, einen Bürgerkrieg in Nordirland anzustacheln. Diese Behauptung erfolgte nach gewaltsamen Ausschreitungen in Belfast, die sich an eine auf Video festgehaltene brutale Attacke anschlossen. Später räumte der Sender ein, seine Formulierung sei unpräzise und irreführend gewesen.
Die Unruhen in Belfast begannen, nachdem im Internet ein Video verbreitet worden war, das zeigt, wie der sudanesische Staatsbürger Hadid Allodid den Schotten Stephen Ogilvie fast enthauptet. Dies löste Krawalle aus, bei denen unter anderem die Wohnungen von Migranten mit Brandbomben angegriffen und ein von Afrikanern betriebener Supermarkt verwüstet wurden.
In der Sendung ZDF heute live behauptete der Sender daraufhin, Musk und der rechtsextreme Aktivist Tommy Robinson hätten zu einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen. Als Beleg wurde ein Beitrag Musks auf der Plattform X herangezogen, in dem er Robinsons Aufruf zu Protesten verbreitete.
Nach massiver Kritik gab ZDF zu, dass die gewählte Formulierung in der Berichterstattung unzutreffend gewesen sei. Die Korrektur des Senders folgt auf Tage schwerer Ausschreitungen in Belfast, bei denen es zu Angriffen auf Unterkünfte von Migranten und Geschäfte kam. ZDFs ursprüngliche Darstellung hatte die Proteste mit Musks Online-Aktivitäten in Verbindung gebracht.






