Zwei Agri-Photovoltaik-Projekte am Bodensee starten noch 2024 mit Bürgerbeteiligung

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Zwei Agri-Photovoltaik-Projekte am Bodensee starten noch 2024 mit Bürgerbeteiligung

Zwei neue Agri-Photovoltaik-Anlagen am Bodensee starten noch in diesem Jahr

Noch in diesem Jahr sollen in der Nähe des Bodensees zwei neue Agri-Photovoltaik-Anlagen in Betrieb gehen. Gemeinsam werden sie 18 Megawatt Solarstrom erzeugen. Entwickelt werden die Projekte von der Solmotion Project GmbH, einem Unternehmen mit langjähriger Erfahrung im Bereich erneuerbarer Energien in Süddeutschland.

Die erste Anlage in Neuwaldburg wird auf einer Fläche von 13 Hektar errichtet und 8 Megawatt Leistung liefern. Die zweite in Greut umfasst 10,7 Hektar und bringt es auf 10 Megawatt. Beide Standorte verfügen über Batteriespeichersysteme mit einer Leistung von 2 Megawatt und einer Kapazität von 4,5 Megawattstunden.

Die Solarmodule werden von einem einachsigen Nachführungssystem, dem sogenannten 2P-Tracker, gestützt. Diese Technologie steigert die Energieausbeute, indem sie den Neigungswinkel der Module im Tagesverlauf optimal anpasst.

Die Solmotion Project GmbH hat in Süddeutschland bereits rund 400 Megawatt ähnlicher Projekte realisiert. Aktuell arbeitet das Unternehmen an weiteren 400 Megawatt Agri-Photovoltaik-Vorhaben in der Region.

Anwohner:innen und lokale Gemeinden erhalten die Möglichkeit, sich finanziell an den Anlagen zu beteiligen – etwa durch nachrangige Darlehen oder den Erwerb von Anteilen an den Wechselrichtern, die für die Energieumwandlung genutzt werden.

Die Projekte fallen unter das aktuelle Solarpaket I, das für Agri-Photovoltaik-Anlagen eine besondere Vergütung von bis zu 9,5 Cent pro Kilowattstunde vorsieht. Diese Förderung steht noch ausstehend der finalen Genehmigung durch die EU-Kommission. Die ersten Anlagen sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen, für 2025 sind rund 100 Megawatt geplant.

Sobald sie in Betrieb sind, werden die beiden Anlagen 18 Megawatt zur regionalen Energieversorgung beisteuern. Ihre Batteriespeicher helfen, das Stromnetz zu stabilisieren, indem sie Überschussenergie zwischenspeichern. Zudem bieten die Projekte Bürger:innen und Gemeinden vor Ort attraktive Investitionsmöglichkeiten.