ABDA reformiert sich radikal: 14 neue Fachabteilungen unter zentraler Führung
Maximilian BrandtABDA reformiert sich radikal: 14 neue Fachabteilungen unter zentraler Führung
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) durchläuft tiefgreifende Umstrukturierung
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) steht vor einem grundlegenden Wandel: Die Organisation ersetzt ihr bisheriges Ressort-System durch 14 neue Fachabteilungen, die künftig direkt der zentralen Geschäftsführung unterstellt sind. Franziska Erdle, die 2023 die Position der Hauptgeschäftsführerin übernahm, leitet die Umstellung, die bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein soll.
Bisher war die ABDA in eigenständige Bereiche gegliedert, die jeweils von eigenen Leitern verantwortet wurden. Im neuen System werden diese Abteilungen aufgelöst und durch 14 spezialisierte Einheiten ersetzt. Die Position der Pharmazie-Direktorin, zuletzt von Dr. Christiane Eckert-Lill innegehabt, wird nicht neu besetzt.
Personelle Veränderungen in der Führungsetage Die Umstrukturierung geht mit mehreren Wechseln in der Spitzenebene einher: Der ehemalige Hauptgeschäftsführer Dr. Sebastian Schmitz hat die ABDA verlassen, ebenso wie die Direktoren Lutz Tisch und Professor Dr. Martin Schulz. Claudia Korf hingegen übernimmt künftig eine Position als stellvertretende Geschäftsführerin.
Neue strategische Ausrichtung unter Erdle Seit 2023 hat Erdle die ABDA bereits neu ausgerichtet. Die Organisation hat ihre internationale Präsenz ausgebaut, die Zusammenarbeit mit dem europäischen Pharmaverband PGEU intensiviert und neue Partnerschaften mit Frankreich und Großbritannien geknüpft. Zudem wurden die Lobbyaktivitäten in Brüssel zu Themen wie digitaler Gesundheit und Arzneimittelknappheit ausgeweitet. Dies steht im Kontrast zur stärker national ausgerichteten Strategie unter Schmitz, die weniger EU-Initiativen und grenzüberschreitende Kooperationen vorsah.
Ziel: Schlankere Strukturen, schnellere Entscheidungen Die Reform soll die ABDA agiler und handlungsfähiger machen. Alle 14 Abteilungen berichten nun direkt an die Geschäftsführung, was Bürokratie abbauen und die Abstimmung verbessern soll. Durch die Zentralisierung der Entscheidungsprozesse und die Straffung der Abläufe erhofft sich die Organisation, künftig flexibler auf branchenspezifische Herausforderungen reagieren zu können. Mit dem Abschluss der Umstellung bis Mitte des Jahres werden Erdles Führung und das neue Abteilungssystem die zukünftige Ausrichtung der ABDA prägen.






