Alabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: Syrer leisten bereits Wiederaufbau-Hilfe
Paul MeyerAlabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: Syrer leisten bereits Wiederaufbau-Hilfe
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bei einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ hat Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf verurteilt. Gleichzeitig hob sie die wichtigen Beiträge der syrischen Diaspora-Gemeinden hervor, die seit Langem den Wiederaufbau in ihrer Heimat unterstützen.
Alabali-Radovan zeigte sich verärgert über Forderungen, Syrier müssten „endlich“ beim Wiederaufbau ihres Landes mithelfen. Tatsächlich engagierten sich viele bereits seit Jahren – mit spürbaren Erfolgen, betonte die Ministerin. Zugleich unterstrich sie, dass diese qualifizierten Menschen auch in Deutschland dringend gebraucht werden.
Auf der Berliner Veranstaltung berichteten Teilnehmer mit tiefen Wurzeln in der deutschen Gesellschaft von ihrem langjährigen Einsatz in Wiederaufbauprojekten. Die Ministerin warnte, dass die Debatten über Zwangsrückführungen Unsicherheit in den syrischen Communities schüren.
Zudem kündigte Alabali-Radovan Pläne an, das Know-how der Diaspora-Gruppen stärker in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einzubinden. Damit soll ihre Rolle sowohl für den Wiederaufbau in Syrien als auch für die Integration in Deutschland gestärkt werden.
Ihre Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Leistungen der syrischen Diaspora. Künftig sollen deren Fähigkeiten und Erfahrungen systematischer in die deutsche Entwicklungspolitik einfließen – mit dem Fokus auf praktische Unterstützung statt auf erzwungene Rückführungen.






