26 March 2026, 02:20

Apothekenbranche kämpft mit überalterter Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel

Plakat zum 70-jährigen Jubiläum des Kaiser-Huldigungsfestes in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen in der Mitte, umgeben von Text und Zahlen in einem Photo-Frame.

Apothekenbranche kämpft mit überalterter Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer alternden Belegschaft

Fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker ist mittlerweile 56 Jahre oder älter – das zeigen die Zahlen für 2024. Dieser Trend ist ausgeprägter als auf dem gesamten Arbeitsmarkt, wo nur 24 Prozent der Beschäftigten in die Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen fallen.

Die Entwicklung wirft Fragen zur künftigen Personaldecke auf, da viele erfahrene Fachkräfte in den nächsten Jahren in Rente gehen werden.

2024 lag das Durchschnittsalter der Apotheker in öffentlichen Apotheken bei 48,4 Jahren. Bei Apothekenleitern war der Wert mit durchschnittlich 53,6 Jahren noch höher. Die größte Gruppe – 13,5 Prozent – war zwischen 56 und 60 Jahre alt.

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung im erwerbsfähigen Alter sind diese Zahlen auffällig: In ganz Deutschland gehörten nur 24 Prozent der 15- bis 64-Jährigen zur Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen. In der EU lag der Anteil älterer Arbeitnehmer sogar bei nur 20 Prozent.

Der Alterungstrend wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken. In den nächsten 15 Jahren werden rund 13,4 Millionen deutsche Arbeitnehmer das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreichen. Wenn die Babyboomer-Generation aus dem Berufsleben ausscheidet, könnten Branchen wie die Apotheken vor erheblichen Personalengpässen stehen.

Genauere Daten dazu, wie viele Apotheker unter 30 Jahren derzeit in öffentlichen Apotheken, Krankenhäusern oder der pharmazeutischen Industrie arbeiten, gibt es nicht. Doch das Ungleichgewicht zwischen älteren und jüngeren Fachkräften bleibt ein wachsendes Problem.

Der Renteneintritt der älteren Apotheker wird voraussichtlich Lücken in der Belegschaft hinterlassen. Da fast ein Drittel der Branche bereits 56 Jahre oder älter ist, werden in den kommenden Jahren dringend Nachwuchskräfte benötigt. Die Herausforderung wird sein, genug junge Fachleute für den Beruf zu gewinnen, um die Versorgungsqualität aufrechtzuerhalten.

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