09 May 2026, 12:15

Baden-Württemberg will mit Wasserstoff und CCS zum Klimavorreiter werden

Plakat mit der Aufschrift "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" und einem Logo, das für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Baden-Württemberg will mit Wasserstoff und CCS zum Klimavorreiter werden

Die neue Grün-Schwarze Koalition in Baden-Württemberg hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt, um den Klimaschutz zu beschleunigen und gleichzeitig die regionale Wirtschaft zu stärken. Die Landesregierung will das Bundesland zu einem Wasserstoff-Zentrum und Vorreiter bei grüner Technologie machen – und dabei bürokratische Hürden für Schlüsselprojekte abbauen.

Ein klares Ziel ist gesetzt: Klimaneutralität bis 2040. Um dies zu erreichen, werden einige Vorschriften des Klimaschutz- und Anpassungsgesetzes gelockert, insbesondere die Berichtspflichten reduziert. Gleichzeitig erhalten Städte und Gemeinden einen festen Anteil an den Gewinnen aus Windparks und großen Solaranlagen garantiert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die erneuerbaren Energien sollen massiv ausgebaut werden – Wind-, Solar-, Wasserkraft und Biogas stehen im Fokus. Eine neue Taskforce wird den Netzausbau beschleunigen, um die steigenden Kapazitäten bewältigen zu können. Zudem will das Land den Aufbau von CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) vorantreiben und dabei eine Bundesklausel nutzen, um das sonst in Deutschland geltende Verbot der CO₂-Speicherung an Land zu umgehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wasserstoffproduktion. Die Regierung fördert „systemkompatible Elektrolyseur-Projekte“, um eine stabile Lieferkette aufzubauen. Eine geplante „Grüne-Technologie-Allianz“ soll Industrie, Forschung und Start-ups vernetzen, um Arbeitsplätze zu schaffen und Innovation voranzutreiben. Gleichzeitig könnten Umweltverbände weniger rechtliche Möglichkeiten erhalten, gegen Projekte vorzugehen, da das überarbeitete Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz Einsprüche einschränkt.

Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, eine schnelle Dekarbonisierung mit wirtschaftlichem Wachstum zu verbinden. Durch Bürokratieabbau, den Ausbau erneuerbarer Energien und Investitionen in Wasserstoff sowie CCS will sich Baden-Württemberg an die Spitze der grünen Industrie setzen. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, wie zügig die Infrastruktur aufgebaut wird und wie reibungslos die rechtlichen Änderungen umgesetzt werden.

Quelle