Baugewerbe schafft historische Lohnangleichung zwischen Ost und West
Historischer Tarifabschluss: Baugewerbe schafft Lohnangleichung zwischen Ost und West
Die deutsche Bauwirtschaft hat einen richtungsweisenden Tarifvertrag abgeschlossen, der die jahrzehntelange Lohnungleichheit zwischen Ost- und Westdeutschland beendet. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung garantiert die neue Vereinbarung nun gleiche Löhne für alle Beschäftigten im Land – nach dem Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt".
Das Abkommen beendet Jahrzehnte der Benachteiligung ostdeutscher Arbeitnehmer:innen. Während die Löhne im Westen um 3,9 Prozent steigen, erhalten Beschäftigte im Osten eine Erhöhung von 5,3 Prozent. Damit werden die Gehälter erstmals seit der Wiedervereinigung angeglichen.
Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete den Abschluss als "historischen Meilenstein". Die Branche beschäftigt bundesweit rund 920.000 Menschen, davon über 600.000 in Westdeutschland. Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027.
Mit der Lohnangleichung entfällt eine der letzten Ungleichheiten zwischen ost- und westdeutschen Beschäftigten. Bauarbeiter:innen in ganz Deutschland erhalten künftig für gleiche Arbeit denselben Lohn. Die Vereinbarung setzt damit neue Maßstäbe für Fairness in der Branche.






