Baukrise in Deutschland: Zementverbrauch auf historischem Tiefstand seit 1945
Paul MeyerBaukrise in Deutschland: Zementverbrauch auf historischem Tiefstand seit 1945
Deutschlands Bausektor steht vor einem deutlichen Einbruch
Der Zementverbrauch ist auf ein Niveau gesunken, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde. Die Aktivitäten im Wohnungsbau, bei der Infrastruktur und bei Gewerbeprojekten bleiben schwach.
Im Vergleich zu 2020 ist der Zementbedarf um 30 Prozent zurückgegangen. Hohe Zinsen und steigende Baukosten haben den privaten Wohnungsbau ausgebremst. Auch Investitionen in öffentliche Infrastruktur und Gewerbeimmobilien sind rückläufig.
Die Baustoffbranche verzeichnet einen drastischen Nachfrageeinbruch. Trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen um 10 Prozent bleibt die Gesamtaktivität verhalten. Öffentliche Mittel für Infrastrukturprojekte wurden zwar bereitgestellt, haben den Sektor aber noch nicht belebt.
Analysten erwarten eine leichte Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Doch die Binnennachfrage bleibt schwach, und ein rascher Aufschwung ist nicht in Sicht. Die Branche kämpft weiterhin mit geringer Nachfrage und finanziellen Belastungen. Ein leichter Anstieg der Genehmigungen gibt zwar etwas Hoffnung, doch die Erholung des Sektors hängt von einer breiteren wirtschaftlichen Besserung ab. Sowohl der Zementverbrauch als auch die Projektstarts liegen weiterhin deutlich unter den früheren Werten.
